Maastricht - Affäre ums Ferienhaus: Maastrichts Bürgermeister tritt zurück

Affäre ums Ferienhaus: Maastrichts Bürgermeister tritt zurück

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Maastricht. Der Maastrichter Bürgermeister Gerd Leers tritt nach einer Affäre um sein Ferienhäuschen zurück. Das kündigte er am Mittwochabend bei der Ratssitzung an, nachdem ihm die Ratsmehrheit das Vertrauen entzogen hatte. Die Ratsmitglieder werfen ihm vor, sein Amt als Bürgermeister für private Zwecke missbraucht zu haben.

Zu dem Schluss kam auch ein Untersuchungsbericht. Er habe der Stadt durch sein Verhalten einen massiven Imageschaden zugefügt. Leers hatte das Haus im Rahmen eines Bauprojekts in Bulgarien 2006 als Privatmann gekauft.

Als die Baugesellschaft in finanzielle Schwierigkeiten geriet, soll Leers seine Funktion als Bürgermeister missbraucht haben, um die Finanzierung sicherzustellen. Er sei bei Behörden wie ein „Topbeamter” aufgetreten und habe sogar den bulgarischen Botschafter in den Niederlanden involviert.

Der Untersuchungsbericht, den Leers selbst gefordert hatte, stellte Interessenverquickung fest. Leers hat sich in den vergangenen Jahren mit seiner harten Drogenpolitik einen Namen gemacht. Er regte auch die Einführung von Kundenausweisen für Drogentouristen an. „Es geht nicht um Leers, es geht um die Stadt. Ich tue das für die Ehre der Stadt”, sagte Leers zur Begründung seiner Entscheidung.
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