Ärzte-Warnstreik an Unikliniken in Düsseldorf und Essen

Von: dpa
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Düsseldorf/Essen. An den Unikliniken in Düsseldorf und Essen haben am Mittwochmorgen 550 Ärzte für eine Stunde die Arbeit niedergelegt.

Sie wollen damit ihrer Forderung nach mehr Geld Nachdruck verleihen. Derzeit laufen Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) für die bundesweit 20.000 Ärzte an 23 Unikliniken. Sie gehen am Donnerstag in Berlin in die fünfte Runde.

Nach Angaben eines Sprechers des Marburger Bundes protestierten in Düsseldorf 300 Ärzte, vom Assistenten bis zum Professor. Mit Trillerpfeifen und Plakaten demonstrierten sie für „Gute Arbeit - gutes Geld”. In Essen waren 250 Ärzte an der Warnstreikaktion beteiligt.

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund fordert unter anderem fünf Prozent mehr Gehalt und höhere Zuschläge für Nacht- und Feiertagsarbeit. Trotz hoher Qualifikation erhielten Ärzte an Universitätskliniken die „schlechteste Bezahlung in der ärztlichen Kollegenschaft”, beklagte die Gewerkschaft. Sowohl in kommunalen Kliniken als auch an Krankenhäusern privater Träger sei die Bezahlung deutlich besser. Die Differenz betrage bis zu 774 Euro im Monat.

Der alte Tarifvertrag war Ende Juni abgelaufen. Bereits seit Montag waren bundesweit mehrere hundert Uniklinik-Ärzte in Warnstreiks getreten.

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