Aachen - Achtung: Neue Spuren im Autobahnkreuz

Achtung: Neue Spuren im Autobahnkreuz

Von: Berthold Strauch
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Wird am Wochenende freigegeben
Wird am Wochenende freigegeben: Diese Brücke führt die Fahrer, die aus Aachen-Brand kommen (hinten) übers Kreuz weiter in Richtung Niederlande. Das Foto wurde gegen die Fahrtrichtung aufgenommen. Foto: Roeger

Aachen. Die Autofahrer müssen sich am Aachener Kreuz wieder einmal umorientieren und gewohnte Fahrwege verlassen. Denn am Wochenende sollen zwei der neugebauten Brückenkonstruktionen erstmals für den Verkehr freigegeben werden.

Das betrifft zunächst die „Brücke Süd-Ost”. Wer auf der A 44 von Belgien in Richtung Aachen-Europaplatz oder die Niederlande weiterfahren möchte, wird über diese 43 Meter lange und eine Million Euro teure neue Brücke geleitet.

Damit braucht er auf der Brücke nicht mehr die Fahrwege anderer Autofahrer zu kreuzen - ein spürbarer Gewinn an Sicherheit im Verkehrsablauf. Neben der Unfallgefahr dürfte sich auch das Problem der Rückstaus spürbar entzerren, erwartet Bauleiter Helmut Helzle.

Aufpassen sollte, wer nach der Freigabe der neuen Brücke aus Richtung Belgien nach Köln weiterfahren möchte. Autofahrer, die diesen Weg anpeilen, dürfen nicht - wie bisher - die erste Abzweigung nehmen. Wer das irrtümlich in alter Gewohnheit tut, ohne groß auf die neue Beschilderung zu achten, findet sich auf der neuen Brücke Richtung Aachener Innenstadt beziehungsweise Niederlande wieder - und wird an der nächsten Anschlussstelle wenden müssen. Die Abfahrt von der A 44 aus Belgien auf die A 4 Richtung Köln ist künftig erst die zweite Abfahrt.

Die Strecke Richtung Niederlande führt nach der neuen Brücke weiter über die äußerste rechte Fahrspur der neuen Hauptbrücke über die A 4. Am Wochenende soll dieser Teil des insgesamt 75 Meter langen Bauwerks in Fahrtrichtung Düsseldorf weitgehend fertig sein.

Nach und nach sollen dann bis Ende März sämtliche Fahrspuren dieser neuen Brückenhälfte genutzt werden können. Wenn dies so weit ist, rückt der Abriss der anderen Hälfte der alten, vor 50 Jahren gebauten Hauptbrücke von Düsseldorf in Richtung Belgien näher. Und ausgedient hat zu diesem Zeitpunkt auch die eigens montierte stählerne Behelfsbrücke, die wieder entfernt werden soll. Bis all das passiert ist, wird der Weg von Düsseldorf Richtung Köln durchs Kreuz weiter versperrt sein.

Noch ist der Abrisstermin für den verbliebenen Teil der Hauptbrücke noch nicht endgültig terminiert. Bauleiter Helzle peilt dafür das Wochenende vom 24. zum 25. März an. Später käme man mit dem Reiseverkehr während der Osterferien in Kollision. Und außerdem gelte es, Rücksicht auf ein Alemannia-Heimspiel zu nehmen.

Was aber noch gewichtiger ist: In diesem Zeitraum soll auch im Zuge der Umleitungsstrecke am Autobahnkreuz Jackerath bei Düsseldorf eine Brücke abgerissen werden. Da soll es nicht zu Kollisionen mit den Aachener Aktivitäten kommen, bekräftigt Helzle. „Wir müssen unseren Abriss also im März hinbekommen” - wobei die Witterung weiter mitspielen müsse, wie er sagt. Denn bei heftigen Regenfällen könnten keine Asphaltierungsarbeiten vorgenommen werden.

Bei der Beseitigung der zweiten alten Brückenhälfte müssen die Bauleute genauso behutsam zu Werke gehen wie beim Abriss der anderen Hälfte. Sprengen sei dabei absolut tabu, unterstreicht Helzle. Denn der Neubau reiche bis auf wenige Zentimeter an den alten Beton heran. Hier werden mehrere Bagger und „Eisenschneider” mit Hydraulikscheren nebeneinander gemeinsam ans zerstörerische Werk gehen und den Beton Stück um Stück zerbröseln. Das Abbruchmaterial soll weitgehend im Baustellenbereich wieder eingebaut werden, etwa als Frostschutzschicht, so Bauingenieur Helzle.

Der Neubau der restlichen Hauptbrücke soll binnen eines Jahres über die Bühne gehen. Im Endzustand wird die Brücke knapp 52 Meter breit sein und etwa sieben Millionen Euro gekostet haben.

Bauarbeiten liegen fast im Zeitplan

Die Bauarbeiten am Aachener Autobahnkreuz liegen insgesamt nur leicht hinter den Erwartungen zurück. Dennoch ist Bauleiter Helmut Helzle optimistisch, dass das Gesamtvorhaben wie geplant bis Ende 2014 komplett abgeschlossen sein dürfte.

Bis jetzt, knapp zweieinhalb Jahre nach dem ersten Spatenstich im September 2009, sind etwa 20 Millionen Euro verbaut worden. Dazu zählt auch das Verlegen von Gas- und Hochspannungsleitungen. Bislang seien die Arbeiten unfallfrei geblieben, freut sich Helzle. Und auch die Beeinträchtigungen für die Autofahrer hielten sich in akzepta­blen Grenzen, sagt er.
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