Aachens oberste Staatsanwältin geht nach Köln

Von: Marlon Gego
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Wechselt als Generalstaatsanwältin Anfang Mai nach Köln: Elisabeth Auchter-Mainz. Foto: M. Jaspers

Aachen/Düsseldorf. Die nordrhein-westfälische Landesregierung wird Elisabeth Auchter-Mainz, Leiterin der Aachener Staatsanwaltschaft, am Donnerstag zur neuen Generalstaatsanwältin in Köln ernennen. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte am Dienstag das Düsseldorfer Justizministerium.

Auchter-Mainz, 61, beginnt ihren Dienst in Köln am 2. Mai und wird damit Nachfolgerin von Jürgen Kapischke, der die Generalstaatsanwaltschaft seit 1999 geleitet hatte und seit 31. März im Ruhestand ist. Ein neuer Leiter der Aachener Staatsanwaltschaft steht laut Justizministerium noch nicht fest.

Elisabeth Auchter-Mainz wurde im April 2009 Leitende Oberstaatsanwältin in Aachen, nachdem sie bis 2000 als Staatsanwältin in Aachen gearbeitet hatte. Für die etwa 250 Bediensteten der Aachener Ermittlungsbehörde kommt der Karriereschritt ihrer Vorgesetzten nicht überraschend. Seit vor etwa einem Jahr der Kölner Generalstaatsanwalt Kapischke angekündigt hatte, im ersten Quartal 2013 in Ruhestand gehen zu wollen, galt Auchter-Mainz in Justizkreisen als erste Anwärterin auf dessen Nachfolge.

„Man darf nicht den Fehler machen, Frau Auchter-Mainz zu unterschätzen“, sagte einer ihrer Mitarbeiter im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie sei zwar klein und zierlich, „aber eine immer exzellent vorbereitete Staatsanwältin, eine sehr gute Juristin und für Leitungsaufgaben geradezu prädestiniert“.

Nach ihrer Aachener Zeit ging sie im Jahr 2000 als Referentin, später als Referatsleiterin in die Strafrechtsabteilung des Düsseldorfer Justizministeriums. 2004 dann wechselte sie vom Ministerium zur Kölner Generalstaatsanwaltschaft. Sie war die erste Frau, die je als Oberstaatsanwältin in dieser Behörde arbeitete. Zwischen 2006 und 2009 fungierte sie als Stellvertreterin des Generalstaatsanwaltes.

Als Behördenleiterin in Aachen führte Auchter-Mainz den sogenannten Staatsanwalt vor Ort ein. Die für die Jugendstrafsachen zuständigen Staatsanwälte bearbeiten die Fälle inzwischen nicht mehr nach alphabetischer, sondern nach örtlicher Zuteilung. „Das hat den Vorteil, dass die Kollegen irgendwann ihre Leute kennen“, hatte Auchter-Mainz 2009 im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt – und so kam es auch. Sie sagt: „Mittlerweile läuft das System richtig gut.“

Die Behörde, die sie in Köln übernimmt, hat nur noch etwa 60 Mitarbeiter, die fünf nordrhein-westfälischen Generalstaatsanwaltschaften sind reine Beschwerdeinstanzen, keine Ermittlungsbehörden. Als Generalstaatsanwältin wird Auchter-Mainz Vorgesetzte aller Staatsanwälte, Amtsanwälte und Rechtspfleger im Oberlandesgerichtsbezirk Köln sein, zu dem die Kreise Düren und Heinsberg und die Städteregion Aachen gehören.

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