Cristian Fiel Freisteller Aufstiegshelden

Aachenerin starb bei den Brüsseler Anschlägen

Von: pol/dpa
Letzte Aktualisierung:
brüselbombe
Bombenentschärfer der belgischen Polizei am Freitag bei einem Einsatz in Brüssel. Foto: Olivier Hoslet/epa

Brüssel/Aachen. Traurige Gewissheit: Die vermisste Jennifer W. aus Aachen ist unter den Toten der Brüsseler Anschläge. Das gab die Polizei der Städteregion am Freitagnachmittag bekannt. Der schwer verletzte Ehemann der 29-Jährigen, der ein Jahr ältere Lars W., wird nach wie vor in einem Brüsseler Krankenhaus behandelt.

„Nach heutigen Hinweisen der belgischen Polizei teilen wir mit, dass die bislang als vermisst geltende Ehefrau als ein Todesopfer des Anschlages am Brüsseler Flughafen identifiziert wurde“, heißt es in der Mitteilung der Aachener Polizei. Das tagelange Rätselraten um den Verbleib der jungen Frau ist damit zu Ende.

Weiter gehende Angaben machte die Behörde aus Rücksicht auf die Hinterbliebenen nicht. „Die Aachener Polizei steht in engem Kontakt zu den Angehörigen.“

Nach Informationen der „Bild”-Zeitung war die Aachenerin 29 Jahre alt und stand zum Zeitpunkt des Anschlages zusammen mit ihrem Mann an einem Check-In-Schalter, um in die USA zu fliegen. Das Paar habe sich die Reise vor einem Jahr zur Hochzeit geschenkt.

Die Identifizierung der Anschlagsopfer von Brüssel geht unterdessen nur langsam voran. Erst nach und nach wird klar, um wen es sich bei den mindesten 31 Getöteten und Verletzten handelt.

Bei den Selbstmordattentaten sind demnach mindestens zwei US-Bürger ums Leben gekommen. Das bestätigte der amerikanische Außenminister John Kerry am Freitag bei einem Besuch in der belgischen Hauptstadt, ohne eine konkrete Zahl zu nennen.

Das französische Außenministerium gab am Freitag bekannt, dass auch ein Franzose getötet wurde. Zudem seien zwölf Franzosen bei den Terrorattacken verletzt worden, drei von ihnen schwer.

Das niederländische Außenministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass drei Landsleute tödlich verletzt wurden: eine 41-jährige Frau aus Deventer und ein Geschwisterpaar aus Maastricht, das in New York lebte. Auch eine Peruanerin gehört zu den bislang identifizierten Todesopfern.

Leserkommentare

Leserkommentare (16)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.