Aachen - Aachener Rennteam auf den Spuren von Nico Rosberg

Aachener Rennteam auf den Spuren von Nico Rosberg

Von: bst
Letzte Aktualisierung:
5793586.jpg
Letzte Checks auf der RWTH-Teststrecke: Heute Nachmittag wird der „Ecurie-Aix“-Rennwagen zur Rennstrecke im britischen Silverstone transportiert. Und schon morgen starten dort die Formula-Student-Wettbewerbe.

Aachen. Auf den Spuren von Nico Rosberg: Dort, wo der 28-jährige deutsch-finnische Mercedes-Pilot am Wochenende seinen zweiten Saisonsieg in der Formel 1 eingefahren hat, wollen ihm ab Mittwoch – bis Sonntag, 7. Juli – auch Studenten der RWTH Aachen kräftig nacheifern.

Denn dann geht es auf der britischen Rennstrecke in Silverstone erneut zur Sache, diesmal um die besten Nachwuchsfahrer der Formula Student.

Bis zur letzten Minute, der für den heutigen Dienstag geplanten Abfahrt nach Großbritannien, wird in den Containern des Hochschul-Rennteams von „Ecurie Aix“ und auf der unmittelbar benachbarten Teststrecke des Instituts für Kraftfahrzeuge (IKA) geschraubt und fast rund um die Uhr ausprobiert, damit beim Event alles perfekt über die Bühne gehen kann.

Reichlich spät war der schmerzlich vermisste „Diffusor“ eingetroffen, um mehr Druck auf die Räder zu bekommen: Das Teil sorgt auf der Rennstrecke für „Abtrieb“ , eine ordentliche Straßenlage in den Kurven. Die Aachener haben sich bekanntlich viel vorgenommen: Sie wollen dem Team der Universität Stuttgart dessen bisherige Vormachtstellung in Deutschland endlich abjagen.

Die Einstimmung auf den Wettbewerb kürzlich in Friedrichshafen beim „Race-Camp“ des Sponsors ZF, das zum Stelldichein zahlreicher Teams wurde, sei bereits hervorragend verlaufen, freut sich Mario Zerbe aus der Ecurie-Aix-Mannschaft: Dort fuhr das selbst entworfene und konstruierte Auto mit der Bezeichnung „EAC 10“ die ersten Meter, was Aufschluss lieferte über diverse „Kinderkrankheiten“, die noch behoben werden mussten. Doch nicht allein technische und fahrerische Qualitäten waren dort am Bodensee gefragt. Zudem ging es bei der Generalprobe für Silverstone auch um eine „Business Presentation“, die Vorstellung des Geschäftsplans vor einer Expertenjury, die auch auf der britischen Rennstrecke die Teams bewerten wird. „Dabei“, sagt Mario Zerbe, „mussten wir fiktive Investoren von unserem Unternehmenskonzept überzeugen“ – was eindrucksvoll gelungen sei: Ecurie Aix landete dabei auf Platz eins. „Wir haben viel Lob bekommen“, freut sich der 19-Jährige.

Vom Aachener Team reisen 30 Mitglieder per Bus nach Großbritannien. Claude Hilbert, Jonathan Scheu, Dominic Mildenberger und Timm Fahrbach, die sich als die besten Fahrer herauskristallisiert haben, dürfen auf ihren Einsatz im Cockpit hoffen – natürlich nach den Vorschriften des Internationalen Automobil-Weltverbandes FIA nur im feuerfesten Schutzanzug.

Teamgeist beweisen die Aachener schon auf der Hinfahrt: Ihr knapp 200 Kilo schwerer Rennwagen wird kostensparend gemeinsam mit den Fahrzeugen der Kollegen von den Hochschulen Paderborn und Hannover per „Race-Truck“ via Fähre ab Calais durch den Kanal und weiter bis Silverstone transportiert.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert