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Aachener Ermittler setzen im Fall Bonnie aufs ZDF

Von: Udo Kals
Letzte Aktualisierung:
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Sein Tod wird am Mittwoch von der TV-Sendung „Aktenzeichen XY“ aufgegriffen: Michael Hubert Bonnie.

Aachen. Auch ein Jahr nach dem grauenhaften Fund ist der Tod von Michael Hubert Bonnie für Staatsanwalt Jost Schützeberg ein „ungewöhnlicher Fall“. Nicht nur was den Zustand der Leiche betrifft, die am 7. Januar 2013 skelettiert im Aachener Itertal gefunden worden war.

Ungewöhnlich auch, weil bislang trotz intensivster Ermittlungen relativ wenige belastbare Indizien zum Tathergang ermittelt werden konnten, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagt. Wobei die Obduktion zumindest Hinweise darauf ergeben habe, dass der Aachener erstochen worden ist. „Die Tatwaffe ist jedoch unbekannt“, sagt Schützberg. So bleibt die Tat auch im Januar 2014 mysteriös. Denn Hinweise, die Aufschlüsse geben könnten, waren bislang rar gesät.

Daher gehen die Ermittler nun an eine noch breitere Öffentlichkeit und stellen den Fall am Mittwoch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ (20.15 Uhr) vor. „Das ist für uns eine gute Chance, bundesweit oder sogar mit Blick aufs benachbarte Ausland aus Belgien, Luxemburg oder den Niederlanden Hinweise zu erhalten“, sagt Schützeberg zu dem Fall, der bereits im Frühjahr 2012 beginnt.

Rückblick: Es ist Samstag, der 3. März, früher Morgen, gegen 4 Uhr. Etwa zu dieser Zeit kehrt Bonnie nach Hause nahe der belgischen Grenze im Aachener Ortsteil Sief zurück. Zuvor war er bei einem Freund, mit dem er den Abend verbracht hatte – doch seit seinem Abschied blieb der damals 42-Jährige verschwunden. Der Freund selbst stellt wenig später fest, dass Bonnie seine Hausschlüssel vergessen hat und fährt ihm hinterher.

Den Wagen des Vermissten findet er vor dessen Haustür – das Autofenster steht offen. Der Freund klingelt noch, doch niemand öffnet. Am Morgen sind es Angehörige, die den offenstehenden Wagen ebenfalls vor dem Elternhaus von Bonnie, einem Bauernhof, finden. Von dem Mann ist selbst weit und breit nichts zu sehen. Der Autoschlüssel steckt sogar.

Es folgt eine groß angelegte Suchaktion – alles ohne Ergebnis. Erst zehn Monate nach dem Verschwinden findet ein Landwirt die Leiche beim Säubern eines Bachlaufs im Itertal. Wobei die Ermittler davon ausgehen, dass der Fund- nicht der Tatort ist. Doch was genau passiert ist in der Todesnacht, wissen sie nicht. Und so erhofft sich nicht nur Staatsanwalt Jost Schützeberg, dass nach der TV-Sendung mehr Licht das Dunkle erhellt.

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