Aachen: Terrorverdächtiger gefasst

Von: dpa/dapd
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Handschellen
Die Festgenommenen werden beschuldigt im Auftrag einer internationalen islamistischen Gruppe einen Anschlag in Belgien geplant zu haben (Archiv- und Symbolbild).

Aachen/Brüssel. Mehr als 30 Terrorverdächtige sind am Dienstag bei Hausdurchsuchungen in Brüssel, in Antwerpen, in Deutschland und in den Niederlanden festgenommen worden.

Dies berichtete die belgische Staatsanwaltschaft in Brüssel. In Deutschland nahm die Polizei in Aachen einen 31-jährigen Russen fest, wie Oberstaatsanwalt Robert Deller sagte. Gegen ihn lag ein EU-Haftbefehl eines Gerichts in Mechelen vor.

Er habe sich offensichtlich schon länger in Aachen aufgehalten und wurde in einer Wohnung festgenommen, ohne Widerstand zu leisten. Der Mann werde in Kürze nach Belgien ausgeliefert, so Deller. Die Aktion habe aber nichts mit den aktuellen Terrorwarnungen in Deutschland zu tun, sagte eine Sprecherin des niederländischen Koordinierungsbüros für Terrorismusbekämpfung (NCTB).

Die Behörde machte indes keine Angaben darüber, wie viele Verdächtige in welchem Land festgenommen wurden. In der Mitteilung hieß es lediglich, die meisten Verdächtigen lebten in Antwerpen. Sie werden beschuldigt, im Auftrag einer internationalen islamistischen Gruppe einen Anschlag in Belgien geplant zu haben.

Das genaue Ziel habe jedoch noch nicht festgestanden. Die Hausdurchsuchungen seien das Ergebnis von Ermittlungen gewesen, die bereits Ende 2009 in Antwerpen begonnen hätten. Die Festgenommenen sollten noch im Laufe des Dienstags einem Haftrichter vorgeführt werden.

In Amsterdam wurden am Morgen drei Terrorverdächtige festgenommen. Es handele sich um drei Männer, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Ihre Festnahme sei auf Veranlassung der belgischen Behörden erfolgt.

Es sei dabei auch nicht um eine Bedrohung für die Niederlande gegangen, sondern allein um mutmaßlich geplante Anschläge in Belgien.

Außerdem haben belgische Sicherheitskräfte im Rahmen einer
Terrorfahndung mehrere Häuser in Brüssel durchsucht und rund 20
Menschen vorläufig festgenommen. Die Aktion in der belgischen
Hauptstadt habe nichts zu tun mit den zuvor bekanntgewordenen
Festnahmen in Deutschland, Belgien und den Niederlanden, berichteten
belgische Medien am Dienstag.
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