Aachen - Aachen macht im Städte-Ranking Boden gut

Aachen macht im Städte-Ranking Boden gut

Von: zva
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Aachen / Dom
Der Aachener Dom als Wahrzeichen der Stadt: Die Region Aachen liegen beim Zukunftsatlas nur im Mittelfeld. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Stadt Aachen hat im sechsten wissenschaftlichen Städteranking nach dem vorletzten Platz im vergangenen Jahr Punkte gut gemacht und belegt nun mit 92,6 Punkten Platz 34 von insgesamt 50 untersuchten Großstädten.

2008 lag Aachen nach mehreren guten Bewertungen in den Vorjahren nur noch auf Platz 49. Die Analyse wurde von der Kölner IW Consult GmbH ausgeführt, die zum arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft gehört. Auftraggeber sind die arbeitgeberfinanzierte Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und die „Wirtschaftswoche”. Berücksichtigt wurden den Angaben zufolge 96 sozio-ökonomische Indikatoren zu Wohlstand, Wirtschaftskraft und sozialer Lage.

Neben dem Gesamt-Ranking gibt es auch noch ein Dynamik-Ranking, das die Entwicklung der Städte in den letzten Jahren berücksichtigt, und ein Niveau-Ranking mit dem Ist-Zustand.

Der Stadt Aachen attestiert das Ranking wenig Schulabbrecher und recht viel Hochqualifizierte, auf der anderen Seite aber auch Arbeitsmarktprobleme. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Einkommen, Bruttoinlandsprodukt und Investitionsquote. Die Gesamtbewertung für jede Stadt setzt sich aus den aktuellen Daten (Niveau-Ranking) sowie den Veränderungen im Zeitraum zwischen 2003 und 2008 (Dynamikranking) zusammen. Beim Niveau-Ranking kommt Aachen mit 47,4 Punkten auf Platz 31 und beim Dynamikranking mit 45,2 Punkten auf Platz 44.

Die Aachener Stärken im Bereich Bildung werden wie folgt begründet: 5,6 Prozent aller Schulabsolventen in Aachen sind im Jahr 2007 ohne Hauptschulabschluss abgegangen. Durchschnittlich liegt diese Quote im Ranking bei 8,2 Prozent. Rang fünf für Aachen. 10,1 Prozent der über 18-Jährigen in Aachen sind nach Definition der Organisation creditreform privat verschuldet. Im Schnitt der 50 größten Städte Deutschlands sind es 12,8 Prozent. Platz acht für Aachen.

15,6 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Aachen haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Im Mittel beläuft sich der Anteil Hochqualifizierter auf 12,4 Prozent. Das bedeutet: Rang zehn für Aachen.

In den Jahren 2004 bis 2008 stieg in Aachen der Anteil privater Schuldner um 0,3 Prozentpunkte. Diese Entwicklung hat Platz zwölf zur Folge. Im Mittel aller untersuchten Städte nahm der Anteil der Verschuldeten um einen Prozentpunkt zu.

Das durchschnittliche verfügbare Einkommen verbesserte sich in Aachen von 2003 bis 2008 um 10,8 Prozent. Im Schnitt der 50 größten deutschen Städte bewegte sich der Anstieg um 8,5 Prozent (Platz 13). In der Zeit von 2003 bis 2007 stieg die Zahl der Gästeübernachtungen in Aachen um jährlich 0,6 je Einwohner. Im Mittel stieg die Übernachtungszahl um 0,5 je Einwohner. Platz 15 von 50.

Große Schwächen zeigt Aachen beim Niveauranking: 2008 waren in Aachen 48,6 Prozent der Einwohner zwischen 15 und 64 Jahren abhängig beschäftigt. Im Durchschnitt aller untersuchten Großstädte liegt die Arbeitsplatzversorgung bei 55,9 Prozent - Platz 49 für Aachen. Die kommunale Investitionsquote von Aachen lag im Jahr 2007 bei 2,6 Prozent. Die Stadt rangiert damit - bei einem Durchschnittswert von 6,1 Prozent - auf Platz 46.

23,1 Prozent (Durchschnitt: 32,7 Prozent) aller befragten Unternehmen in Aachen attestieren ihrer Stadtverwaltung einen guten Umgang mit den öffentlichen Finanzen. Damit belegt Aachen beim Indikator „Kostenbewusstsein” Platz 41.

Die Altersbeschäftigungsquote stieg in Aachen um 4,8 Prozentpunkte. Im Durchschnitt verbesserte sie sich in den Jahren 2003 bis 2008 um 7,5 Prozentpunkte. Das bedeutet Platz 47. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Aachen sank von 2003 bis 2008 um 2,1 Prozent. Im Mittel aller Städte verbesserte sich dieser Wert um 0,9 Prozent. Aachen kommt damit auf Rang 47.
Von 2003 bis 2008 sank die Arbeitslosenquote in Aachen um 0,4 Prozentpunkte. Im Schnitt fiel sie innerhalb dieser Zeit um 1,9 Prozentpunkte (Rang 44 für Aachen).

Im Gesamt-Ranking belegt Münster hinter München den zweiten Platz, Düsseldorf den vierten (Hamburg Platz drei). In der oberen Hälfte tauchen aus NRW auch noch Bielefeld, Bonn, Solingen und Köln auf. Am unteren Ende kommen vor allem Ruhrgebietsstädte wie Essen, Duisburg, Gelsenkirchen, Oberhausen und Herne.

Gelobt wird Düsseldorf: Dort werde „das Geld nicht nur in der Stadt verdient, es bleibt auch dort. Düsseldorf hat beispielsweise im Umfeld des Medienhafens einiges dafür getan, dass hochwertiges Wohnen in der Stadt möglich ist.” Viele Besserdiener, die in Frankfurt arbeiten, wohnen dagegen im Hochtaunuskreis.
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