A44: Verkehrsführung in der Baustelle führt zu Unfallhäufung

Von: Udo Kals
Letzte Aktualisierung:
a44_bu
Vorsicht Baustelle: Hier vor der A44-Abfahrt Würselen-Broichweiden sind zuletzt viele Unfälle passiert - die Kurve ist sehr eng. Foto: Roeger

Würselen/Aachen. Ob der Brite Mitte Januar oder der Belgier vor wenigen Tagen - beide Autofahrer waren auf der A44 Richtung Düsseldorf unterwegs und haben in der Baustelle vor der Anschlussstelle Würselen-Broichweiden im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr rechtzeitig die Kurve bekommen.

Statt dem scharfen Linksschwenk eingangs der Baustelle zu folgen, sind sie geradeaus gerast - und landeten in den Sandhügeln, die die Autofahrer davor schützen, in die mehr als acht Meter tiefe Baugrube zu stürzen.

Dabei sind die beiden Beispiele beileibe keine Einzelfälle. „An dieser Stelle passieren vergleichsweise viele Unfälle”, heißt es bei der Autobahnpolizei. Und so mussten die Polizisten vor kurzem etwa an einem Wochenende gleich dreimal zu Unfällen ausrücken. Die Gesamtunfallzahl liegt der Autobahnpolizei in Köln indes noch nicht vor. Nur soviel: Im gesamten Jahr 2009 krachte es auf den Autobahnen 4, 44 und 544 zwischen den Kreuzen Kerpen, Jackerath und Aachen 163 Mal in Baustellen.

Seit Ende November ist die Baustelle auf der A44 zwischen Broichweiden und dem Aachener Autobahnkreuz eingerichtet - und die Zwischenbilanz der Autobahnpolizei fällt vor diesem Hintergrund wahrlich nicht gut aus: „Die Verkehrsführung hat sich nicht bewährt”, sagt Marion Henkel , Sprecherin der Autobahnpolizei in Köln. Vor allem die Einfahrt in die Baustelle in Richtung Düsseldorf wird als „sehr problematisch” eingestuft. Zumal Lkw beim Einbiegen in die Linkskurve immer wieder auf die linke Fahrspur geraten: „Diese Stelle ist schon sehr gefährlich”, sagt Henkel. Wobei die Autofahrer, die einfach zu schnell in die Baustelle rauschen, das große Problem sind. Schließlich gilt vor der Kurve Tempo 40.

Dabei hat der Landesbetrieb Straßen.NRW bereits gehandelt, indem die Mitarbeiter den Kurvenradius bereits wenige Tage nach Eröffnung der Baustelle vergrößert haben. Doch nach Ansicht von Autobahnpolizei und Bezirksregierung ist dies noch immer nicht genug.

Jetzt soll nochmals nachgearbeitet werden. „Ich weiß, diese Verkehrsführung ist nicht unproblematisch. Besonders die Fahrtrichtung Düsseldorf bedarf einer Korrektur. Ohne den heftigen Wintereinbruch hätten wir dies bereits gemacht”, sagt Norbert Cleve, Pressesprecher der zuständigen Niederlassung des Landesbetriebs in Krefeld, und fügt an: „Wenn man sich an die Vorgaben hält und aufmerksam durch die Baustelle fährt, kann diese Stelle sicher passiert werden.”

Vorgaben heißt in diesem Fall: Die Geschwindigkeit muss vor besagter Linkskurve von 60 km/h nochmals auf Tempo 40 reduziert werden. Doch das soll sich bald ändern: Sobald das Wetter es zulasse, werde die erste Linkskurve in Fahrtrichtung Düsseldorf entschärft und die Geschwindigkeit wieder auf 60 heraufgesetzt, sagt Cleve. Und dann soll es auch viel weniger Unfälle geben.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert