Düsseldorf - 42 Ermittlungsverfahren nach Fußball-Krawallen

42 Ermittlungsverfahren nach Fußball-Krawallen

Von: dpa
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Düsseldorf. Nach den Krawallen im Anschluss an den Aufstieg von Fortuna Düsseldorf in die 2. Fußball-Bundesliga ermittelt die Polizei gegen 39 Randalierer und drei Kollegen aus den eigenen Reihen.

Bei den Ausschreitungen in der Düsseldorfer Altstadt waren 54 Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Gegen insgesamt 24 Randalierer habe sich der Verdacht konkretisiert, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Sie Polizei ermittelt unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Brandstiftung.

Die Krawalle hatten die Einsatzkräfte in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Atem gehalten. Am Mittwoch wurden aber auch Vorwürfe gegen die Polizei laut. Die Beamten hätten Unbeteiligte mit Knüppeln geschlagen und Reizgas in Kneipen gesprüht, in die sich unbeteiligte Altstadt-Besucher geflüchtet hätten berichteten Zeugen laut Tageszeitung „Express”. Ein Polizeisprecher sagte, es seien mehrere entsprechende Strafanzeigen eingegangen. Daraufhin seien drei Ermittlungsverfahren gegen bislang noch unbekannte Polizisten eingeleitet worden.

Die Randalierer rechnete die Polizei der „Fußballszene” zu. Viele hätten noch Eintrittskarten zum Spiel bei sich gehabt. Randalierer steckten einen Polizei-Bus in Brand, schossen Raketen und Seenot-Munition ab, entzündeten eine Straßensperre, Stühle und Tische. Sie griffen Polizisten und Feuerwehrleute an.

Unter den Verletzten waren 25 Polizisten. Die Polizei war mit zwei Hundertschaften im Einsatz. Fortuna Düsseldorf hatte am letzten Spieltag der 3. Liga Werder Bremen II zu Hause mit 1:0 besiegt und war damit nach zehn Jahren wieder in die 2. Liga aufgestiegen.

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