2082 witterungsbedingte Verkehrsunfälle

Von: Sabine Meuter, ddp
Letzte Aktualisierung:

Düsseldorf. Schnee und Glatteis haben am Wochenende in Nordrhein-Westfalen die Straßen in gefährliche Rutschbahnen verwandelt. Zwischen Samstag- und Sonntagmorgen registrierte die Polizei landesweit 2082 witterungsbedingte Verkehrsunfälle.

Dabei wurden 100 Menschen teils schwer verletzt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf fast fünf Millionen Euro. Ein Ende des winterlichen Wetters ist nicht absehbar.

Autofahrer müssen auch in den nächsten Tagen mit Glatteis rechnen. Am Samstag waren Winterdienste pausenlos im Einsatz, nachdem es in der Nacht zum Teil heftig geschneit hatte. Stellenweise waren bis zu 29 Zentimeter Neuschnee gefallen. Auch in der Nacht auf Sonntag schneite es immer wieder. Die Schneemassen beeinträchtigten den Verkehr.

Die Polizei appellierte an die Autofahrer, vorsichtig zu fahren. Vielerorts kam am Wochenende der Busverkehr zum Erliegen. Auf den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn gab es Verspätungen, weil Maschinen enteist sowie die Start- und Landebahnen geräumt werden mussten. Auch im Bahnverkehr gab es vereinzelt Verspätungen wegen zugefrorener Weichen.

In Köln starb am Samstag ein 24-Jähriger bei dem Versuch, seinen in der Eisdecke am Fühlinger See eingebrochenen Hund zu retten. Als der Mann das Tier aus dem Wasser ziehen wollte, brach er selbst ein und ertrank. Die Feuerwehr barg den Bewusstlosen am Grund des Sees. Er wurde in die Universitätsklinik gebracht, wo er wenig später starb. Die 23-jährige Begleiterin des Mannes kam leicht verletzt in ein Krankenhaus. Der Hund konnte von einem Retter aus dem Wasser gezogen werden.

Im sauerländischen Winterberg hatte die Feuerwehr am Samstag Schnee von Dächern öffentlicher Gebäude, die zuvor wegen Einsturzgefahr geschlossen worden waren, schaufeln müssen. Der Schnee hatte sich laut Feuerwehr durch Verwehungen teilweise rund 1,5 Meter hoch aufgetürmt. Betroffen war unter anderem die Eissporthalle. In dem Gebäude befinden sich auch die Kurhalle und die Touristik-Zentrale. Derweil heißt es in NRW „Ski und Rodel gut”. In der Wintersport-Arena im Sauerland waren den Angaben zufolge 100 Ski- und Rodellifte in Betrieb. Die Polizei sprach von einem hohen Verkehrsaufkommen in den Wintersportregionen. Vor Winterberg und Bestwig im Sauerland kamen die Autos nur schleppend voran.

Auch in der Eifel herrschten ideale Wintersportverhältnisse. Daran wird sich vorläufig nichts ändern. „In den kommenden Tagen wird es immer wieder Schnee und Schneeschauer geben”, sagte der Meteorologe Franz Josef Molé vom Deutschen Wetterdienst in Essen.

Am kommenden Dienstag wird es nach seinen Angaben möglicherweise ein Schneechaos in einigen Teilen des Landes geben. Vor allem für das Bergische Land würden starke Schneefälle bei gleichzeitigem heftigen Wind erwartet. „Es kann bis zu 15 Zentimeter Neuschnee auf den ohnehin schon liegenden Schnee geben”, sagte Molé. Dies werde zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert