Aachen - „1Live Eine Nacht in Aachen”: Die Kaiserstadt steht Kopf

„1Live Eine Nacht in Aachen”: Die Kaiserstadt steht Kopf

Von: Martina Rippholz
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Tausende tummelten sich in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Aachener Innenstadt. Sie waren gekommen, um bei „1Live Eine Nacht in Aachen” dabei zu sein. Der junge Radiosender des WDR hatte mit einem prall gefüllten Programm in die Kaiserstadt geladen. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Tausende tummelten sich in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Aachener Innenstadt. Sie waren gekommen, um bei „1Live Eine Nacht in Aachen” dabei zu sein.

Der junge Radiosender des WDR hatte mit einem prall gefüllten Programm in die Kaiserstadt geladen. An 14 Veranstaltungsorten gab es Konzerte, Lesungen, einen Sciene-Slam, Comedy und zahlreiche Partys.

Die vier Konzerte waren allesamt ausverkauft. In der Eissporthalle am Tivoli traten die britische Synthie-Pop-Band Hurts und der deutsche Newcomer Tim Bendzko auf, im Musikbunker an der Frankenburg spielten Kraftklub aus Chemnitz, im Jakobshof ließen es die irischen Indierocker Two Door Cinema Club krachen. Bei wildem Tanzen und Stagediving blieb kaum ein T-Shirt trocken.

Auch außerhalb der City, auf Burg Wilhelmstein, war jede Menge los. Tomte-Sänger Thees Uhlmann und Liedermacher Gisbert zu Knyphausen bereiteten den Besuchern trotz ungemütlichen Herbstwetters einen schönen Abend. Gefühlvolle Musik und Regen - diese Mischung verursachte bei so manchem Gänsehaut.

Im Eden Palast dagegeben saßen die Gäste im Trockenen. Dort las Skandal-Autorin Charlotte Roche vor ausverkauftem Saal aus ihrem aktuellen Roman „Schoßgebete” - und wetterte zwischendurch kräftig gegen ein großes deutsches Boulevardblatt. Nicht weit davon entfernt, im Franz, ermittelte man zur gleichen Zeit den besten Science-Slammer. Also denjenigen, der am unterhaltsamsten eine wissenschaftliche Theorie auf die Bühne bringt.

Seine Sendezentrale hatte der Sender „1Live” im Café Madrid an der Pontstraße aufgebaut. Dort unterhielt Moderatorin Sabine Heinrich ihre Gäste - mit Künstler-Interviews und Live-Schaltungen zu den einzelnen Veranstaltungsorten in der Stadt. Vor den Diskotheken, Clubs und Bars der Stadt bildeten sich im Laufe des Abends immer längere Schlangen. Das junge Publikum feierte in Apollo, B9, Sowieso, Starfish, Abenrot und Co. noch bis spät in die Nacht. Wie die Polizei bekannt gab, lief alles friedlich ab.
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