15-jährige Schülerin vergewaltigt

Von: dpa
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Bonn. Vor dem Bonner Landgericht hat am Mittwoch der Prozess gegen einen Mann begonnen, der eine 15-jährige Schülerin vergewaltigt und 18 Stunden in seiner Gewalt gehalten haben soll.

Die Anklage wirft dem 25-jährigen vorbestraften Sexualtäter Vergewaltigung und Freiheitsberaubung vor. Zudem fordert sie die Prüfung der Sicherungsverwahrung.

Der Fall hatte auch für Wirbel gesorgt, weil die Staatsanwaltschaft gegen zwei Polizeibeamte wegen einer möglichen Fahndungspanne ermittelt. Sie sollen Zeugenhinweisen auf die bevorstehende Sexualstraftat nicht ausreichend nachgegangen sein.

Laut Anklage hatte der 25-Jährige die Schülerin auf der Straße in Bonn angesprochen, sie gepackt und ins Auto gezerrt. Dort legte er ihr Handschellen an, knebelte sie und zog ihr eine Maske über die Augen.

In seiner Wohnung in Flamersheim (Kreis Euskirchen) soll er sie mindestens zweimal vergewaltigt haben. Nach 18 Stunden in der Gewalt des Angeklagten fuhr er sie zurück zu ihren Eltern nach Bonn. Die 15-Jährige konnte die Polizei zum Haus des Mannes führen.

Der Angeklagte äußerte sich nach Angaben eines Gerichtssprechers zur Sache, bestritt aber, das Mädchen gewaltsam entführt zu haben. Vielmehr habe er es damals angesprochen und es sei freiwillig mit ihm gekommen.

Der Angeklagte war bereits 2002 wegen Freiheitsberaubung und Vergewaltigung einer 17-jährigen zu drei Jahren Jugendstrafe verurteilt worden. Nach Verbüßung von zwei Dritteln der Strafe kam er zur Bewährung auf freien Fuß.

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