1200 neue Mitarbeiter bei Nedcar

Von: hau
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Nedcar
Bei Nedcar soll der Personalbestand auf 3600 Beschäftigte augestockt werden. Foto: dpa

Born. Gute Nachrichten kommen vom Industriekonzern VDL mit Hauptsitz in Eindhoven. Die Geschäfte im limburgischen Born, wo in einer der modernsten Fabriken Europas Minis für BMW hergestellt werden, laufen so gut, dass jetzt 1200 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

Der Personalbestand wird dann auf 3600 Beschäftigte aufgestockt, auch Arbeitslose sollen bei VDL Nedcar geschult werden und langfristig eine Stelle finden. Am Jahresende soll dann im Zweischichtbetrieb gearbeitet werden. Grünes Licht gibt es auch bei der Vergabe des Öffentlichen Nahverkehrs für die Provinz Limburg bis 2031: Die Kontrahenten haben sich nach einer spektakulären Auseinandersetzung jetzt geeinigt, was für VDL einen Auftrag von zig Millionen Euro bedeutet.

Nach einer Ausschreibung hatte zunächst Abellio die zwei Millionen Euro schwere Lizenz zugesprochen bekommen - die Bahntochter Arriva und der bisherige Lizenzhalter Veolia gingen leer aus. Ende April war dieser Beschluss wegen eines Falles von Betriebsspionage zurückgenommen worden. Der frühere Veolia-Direktor René De Beer hatte nämlich vor seinem Abschied vertrauliche Interna an die NS-Tochter weitergegeben.

Sollte Abellio die damals laufende Vergabeprozedur gewinnen, winkte De Beer im Gegenzug eine Stellung als Direktor. Die Provinz hat wegen des Skandals Abellio inzwischen den Auftrag wieder entzogen und der DB-Tochter Arriva übertragen. Veolia hatte daraufhin in der Provinz moderne Busse abgezogen und altes Gerät eingesetzt, woraufhin die Provinz dem Verkehrsunternehmen eine Buße von 800.000 Euro aufbrummen wollte.

Die Streithähne haben sich jetzt aber an einen Tisch gesetzt und eine Einigung erzielt. Arriva kann jetzt an den Start gehen und den Nahverkehr ausbauen. Unter anderem soll der Takt verdichtet werden, alle Busse sollen bis 2025 elektrisch betrieben werden. Und das ist wiederum positiv für VDL, das eben diese Elektrobusse ebenfalls herstellt und nun größere Aufträge erwartet.

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