Würselen - „Zwischen Erde und Himmel“: Farben, Formen und Symbole

„Zwischen Erde und Himmel“: Farben, Formen und Symbole

Von: ehg
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Eröffneten die Ausstellung zum Monat der Weltmission mit Bildern aus Burkina Faso in der VR Bank Würselen: Anke Reermann (l.), Gabi Frauenrath (2.v.l.), Cathrin Hauck (4.v.l.) von Missio, der Prokurist der VR-Bank, Josef Clemens (3.v.l.) und Bürgermeister Arno Nelles (6.v.l.) und Vertreter der Freungschaftsgesellschaft Burkina Faso/Réo und des Arbeitskreises Asyl. Foto: Wolfang Sevenich

Würselen. Das Internationale Katholische Missionswerk Missio präsentiert bis zum 10. November zum Monat der Weltmission in der Zentrale der VR-Bank, Kaiserstraße 75 – 79, die Ausstellung „Zwischen Erde und Himmel“ mit Bildern des Künstlers Idrissa Savadogo aus Burkina Faso.

Unterstützt wurde Missio bei der Organisation „vor Ort“ durch die Freundschaftsgesellschaft Burkina Faso/Réo, die seit der Gründung im Jahre 1990 im westafrikanischen Land partnerschaftlich schon eine Reihe von Projekten auf den Weg gebracht hat, und durch den Arbeitskreis Asyl.

Als Vorsitzender der Freundschaftsgesellschaft dankte Bürgermeister Nelles dem ortsansässigen Geldinstitut für die gewährte Gastfreundschaft. Aus eigener Anschauung unterstrich er, dass die Menschen ihr Leben in ihrem Heimatland in die Hand nehmen wollten, wenn ihnen die nötige Hilfe zur Selbsthilfe gewährt werde. „Die Ausstellung ist eine Werbung für unsere Arbeit“, wünschte er den Missio-Mitarbeitern in Aachen viel Erfolg bei ihrer vielschichtigen Projektarbeit. Herzlich begrüßt hatte VR-Bank-Prokurist Josef Clemens die Gäste.

In die Ausstellung führte Gabriele Frauenrath ein. Wie sie ausführte, wurde der 32-jährige Künstler Idrissa Savadogo – auch Maler des Sahel (Übergangszone von der Trocken- zur Feuchtsavanne) genannt – 1985 in der Elfenbeinküste geboren. Mit „Die Malerei ist mein Leben“ meine er nicht die Pinselstriche, die seine Werke entstehen lassen, sondern die darin liegende Spiritualität, die in Farben, Formen und Symbolen Ausdruck findet.

Seit 2005 ist er in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, künstlerisch tätig. Doch nicht die lärmende Stadt, sondern der Sahel, die kleinen Dörfer und alltäglichen Verrichtungen der Menschen seien Motive. Die Plastizität seiner Werke erreicht Savadogo durch dünne Kordeln, die die Konturen der dargestellten Elemente umreißen und dann mit Farbe gefüllt werden. Als Abenteuer zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren beschreibe der westafrikanische Maler seine Kunst.

„Er sieht sich als Geschöpf Gottes, der dessen schöpferische Kraft mehr imitiert als aus sich selbst heraus zu erschaffen.“ Atem, Energie und Seele des Künstlers sind die drei Elemente, die seine Werke lebendig werden lassen. Und so strecken sich Savadogas Figuren von der dürsternden Erde, in der sie verwurzelt sind, „mit aller Sehnsucht und Macht dem Himmel entgegen“.

Mit intensiven Farben und charakteristischen Formen drückt der „Maler des Sahel“ seine Spiritualität aus“. Durch seine einzigartige Technik, die überlangen Gliedmaßen seiner Figuren mit aufgelegten Schnüren und Kordeln plastisch zu gestalten, kommen sie dem Betrachter entgegen, ja berühren ihn förmlich. Sie wollen mit ihm in einen Dialog eintreten.

Dieser entdeckt dabei lebendige Werke, die der Künstler anfüllt mit Atem, Energie und Seele. Diözesanreferentin Anke Reermann führte zur Ausstellung aus, es werde in ihm lebendig, wie die Menschen ihr Land erlebten, während Kathrin Hauck in kurzen Zügen die missio-Projektarbeit in Burkina Faso skizzierte.

„Monat der Weltmission“

Mit seinen ausgestellten Gemälden gestaltet Idrissa Savadogo den Missio-Kalender 2018 (Burkina Faso). Erhältlich ist er zum Preis von 17,90 Euro in der Buchhandlung Schillings, Kaiserstraße 78, in Würselen unter der Bestellnummer 800118 sowie bei Missio unter dem Bestell-Telefon 0241/7507350 oder unter www.missio-onlineshop.de. Die Originale sind unverkäuflich.

Eingeläutet worden war der „Monat der Weltmission“ mit einem Gottesdienst mit Bischof em. Dr. Heinrich Mussinghoff in der Pfarrkirche St. Sebastian, gestaltet vom Neuen Chor unter Christoph Leuchter.

Anschließend war es zu einer Begegnung mit dem diesjährige Missio-Gast Francoir Paul Ramdé gekommen. Er trug sich auf Einladung von Bürgermeister Arno Nelles dabei ins Goldene Buch der Stadt ein.

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