Zweiter Runder Tisch: Herzogenrath soll „demenzfreundlich“ werden

Von: Nina Krüsmann
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Infos zur Hand: Koordinatorin Sabine Nolden beim zweiten Runden Tisch zum Thema Demenz. Foto: Krüsmann

Herzogenrath. Herzogenrath soll Schritt für Schritt „demenzfreundlich“ werden, deshalb wurde der „Runde Tisch Demenz“ ins Leben gerufen. Das zweite Treffen fand jetzt mit rund 30 Teilnehmern im Besucherzentrum Grube-Adolf-Park statt.

Vertreter von16 kooperierenden Institutionen, Einrichtungen und Vereinen, die in Herzogenrath verankert sind und die lokale Allianz mit ihrem Fachwissen, ihrem Netzwerk und Engagement unterstützen, waren vor Ort. Koordinatorin Sabine Nolden, Inhaberin des Fortbildungsunternehmens „FORT.e“, das Fortbildungen zum Thema Demenz für unterschiedliche Berufsgruppen anbietet, forderte die Teilnehmer zur Gruppenarbeit auf. Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Marie-Theres Sobczyk informierte sich vor Ort über die aktuellen Bedürfnisse.

Festgehalten wurde die Wichtigkeit von traditionellem Informationsmaterial wie dem neuen Wegweiser rund um Angebote für Demenzkranke und ihre Angehörigen in Herzogenrath. Die betreffende Zielgruppe nutze nämlich nicht unbedingt das Internet und bevorzugt die klassischen Broschüren.

Ferner sei es von Bedeutung, über Methoden wie Biographiearbeit auf dem Laufenden zu bleiben. Informationen über Aspekte wie Kommunikation mit Demenzkranken, Demenz in der Partnerschaft und ähnliches müssen weiter ausgebaut werden, wie Koordinatorin Sabine Nolden zusammenfasste.

Viele Teilnehmer wünschten sich einen gezielten Austausch zum Thema „Demenz im Krankenhaus“. Desweiteren wurde vorgeschlagen für Demenzkranke ein ähnliches „Case Management“ aufzubauen wie es das etwa in Form der Einzelfallbetreuung schwerstkranker Kinder gibt.

Zwei weitere Runde Tische gibt es im Herbst und im Frühjahr 2016. Für das nächste Treffen stehen die Themen Case Management und die Vernetzung von Hausarzt, Apotheke und weiteren Multiplikatoren auf dem Programm. 2016 soll dann abschließend das Thema „Demenz im Krankenhaus“ beleuchtet werden. „Wir haben mit dem Medizinischen Zentrum Würselen und dem Betlehem-Krankenhaus in Stolberg zwei Partner im Boot und wollen besprechen, wie man die Zusammenarbeit noch effektiver gestalten kann“, sagte Nolden.

Interessierte sind herzlich eingeladen und können sich auch per E-Mail unter lokale-allianz-demenz@awo-aachen-land.de anmelden und informieren.

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