Zwei Stunden Irish Folk der Extraklasse im Alten Rathaus

Von: ehg
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Zu Gast in Würselen: The Liberties. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Irish Folk der Extraklasse haben „The Liberties“, vier Vollblutmusiker von der grünen Insel, im Alten Rathaus an der Kaiserstraße geboten. Dabei erzeugte die Band runde zwei Stunden lang durch ihre authentische Musik facettenreich Club-Atmosphäre und traten dabei überzeugend den Beweis dafür an, dass sie nicht von ungefähr bei deutschen Folkfestivals heiß ersehnte Stammgäste sind.

Da hatten die Veranstalter einen dicken Fisch dieses Genres an Land gezogen. Doch zunächst mussten sich die zahlreichen Besucher – eine Reihe nahm mit einem Stehplatz vorlieb – in Geduld üben, bis der Soundcheck abgeschlossen war und ihnen Einlass gewährt wurde. Der humorvolle Chefentertainer Mickey Martin hatte sich außerdem verkalkuliert und den späten „Flieger“ genommen.

Zwei gute Freunde aus dem Raum Paderborn sprangen in die Breche und heizten erst einmal gesanglich und instrumental mit irischer Folklore eine halbe Stunde lang ein. Vater Michael (Akkordeon) und Sohn Lukas (Gitarre) waren in ihrem Element. Die Konzertbesucher waren hellauf begeistert.

Dann legten „The Liberties“ los. Von Song zu Song betrieben sie derart musikalisch Wiedergutmachung, dass ihr Publikum schon früh in Ekstase geriet. Mit allen Bühnenwassern gewaschen, lebten sich die vier Musiker aus. Solistisch als auch a Cappella stellten sie ihre ungewöhnliche Virtuosität vielfarbig unter Beweis.

Neben Songwriter Micky Martin übertrafen sich der Teufelsgeiger Brendan O‘Sullivan, der Multiinstrumentalist Barry Lynch und der Dubliner Sänger mit der rauchigen Stimme, Ciaran Swift, gegenseitig. „Kerry Man“ Barry spielte nicht nur Banjo, sondern auch die Uilleann Pipes. Der irische Dudelsack gehört neben der Harfe (Michy Martin) zu den zwei ursprünglichen irischen Instrumenten.

Die Band verzauberte ihr Publikum bisweilen durch ihren mehrstimmigen harmonischen Gesang mit anmutig instrumentellen Klängen. Mit ihrem Repertoire durchstreifte sie Jahrzehnte der Folk-Musik, angefangen bei breiten Balladen bis hin zu leidenschaftlichen Traditionals. Das Tempo variierte von sanften Stücken bis hin zu Banjo-Nummern.

Solistisch setzten sich zum großen Erstaunen des Publikums die vier Musiker von der grünen Insel mit ausgefallenen Effekten immer aufs Neue bravourös in Szene. Komödiantisch nahmen sie sich nicht nur zwischen, sondern auch während der musikalischen Darbietungen gegenseitig in ihrer Muttersprache auf den Arm, ganz nach dem Geschmack des Publikums. Bereitwillig gewährten die weltweit mit Lob überschütteten „Liberties“ am Ende mehrere geforderte Zugaben.

Sigrid Kerinnis vom Kulturbüro und KuFo-Vorsitzender Günter Kölling hatten am Ende allen Grund, mit den Konzertbesuchern um die Wette zu strahlen, so begeistert waren alle!

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