Würselen - Zur Tour de France ein lieber Gruß nach Morlaix

Zur Tour de France ein lieber Gruß nach Morlaix

Von: Conny Stenzel-Zenner
Letzte Aktualisierung:
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Dieses Bild wird 20 Sekunden in die Welt geschickt, wenn der Hubschrauber über den Sportplatz Linden-Neusen fliegt. Foto: Söller

Würselen. Der große Moment kommt am Sonntag, 2. Juli, zwischen 15.32 und 15.50 Uhr. Dann fliegt der TV-Hubschrauber, der die Tour de France begleitet, 20 Sekunden über den Sportplatz Linden-Neusen und trägt live folgende Botschaft in 180 Länder: „Nous roulons pour Morlaix et en plus, nous parlons francais.“ Und was heißt das?

 „Das hat eine doppelte Bedeutung. Es kann mit ‚Wir fahren nach Morlaix und natürlich sprechen wir Französisch‘ übersetzt werden oder der erste Teil kann auch bedeuten: ‚Wir stehen auf Morlaix‘.“

Beatrix Scheffer-Löchte ist eine von vier Lehrern des Städtischen Gymnasiums Würselen, die gemeinsam mit Lehrern des Heilig Geist Gymnasiums und der Würselener Realschule und 120 Schülern die Nähe der Stadt Würselen zur Parnerstadt Morlaix während der Tour ins rechte Licht rücken. Auf dem Sportplatz wird ab 15.30 Uhr ein Bild zu sehen sein.

Zwischen den beiden Spruchbändern, die jeweils 30 Meter lang und drei Meter hoch sind, wird ein Fahrrad zu erkennen sein. Den Rahmen deuten Bänke an, die in Schulturnhallen stehen, der Lenker ist aus schwarzen Eimern gelegt und die Räder, aus Bändern, die im Durchmesser sechs Meter sind. Sioe werden von Schülern des HGG gedreht, während der Helikopter über sie hinwegfliegt. Links und rechts wird das Bild von der deutschen und der französischen Fahne flankiert.

„Wir haben unser unteres Spruchband an einem Nachmittag gemalt. Dazu hatten wir Pappschablonen gefertigt, um in einer statischen Schrift ein klares Bild mit Acrylfahren zu malen“, erklärte Ursula Beneking-Vollrath von der Realschule. Für sie und die 20 Schülern wird der Sonntag von ein wenig Wehmut begleitet. „Wir wollen auch zeigen, dass wir noch da sind“, sagte die Lehrerin. Die Realschule wird in drei Jahren geschlossen.

Die Generalprobe beobachtet mit Argusaugen Mark-Alexander Schreiweis vom Institut Francais, der für die Jugendarbeit in NRW zuständig ist. „Die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich ist politisch gewollt. Eine Freundschaft beginnt mit der Jugend und sollte nicht bei der Sprache haltmachen“, sagte Schreiweis, der sich dafür eingesetzt hatte, dass die drei Würselener Schulen während der Tour de France im Bild zu sehen sein werden. Er war es auch, der für die entstandenen Kosten Zusagen der Übernahme sowohl vom Institut Francais, als auch vom Deutsch-Französischen-Jugend-Werk (DFJW) bekam.

„Jetzt wird ein Zeichen für die deutsch-französische Freundschaft gesetzt und der Gruß in unsere Partnerstadt Morlaix gesandt“, sagte HGG-Lehrer Daniel Brust, der ein bisschen aufgeregt ist vor dem großen Tag, wenn die Tour de France durch Würselen fährt. Dass die Choreografie per Luftbild funktioniert, ist bereits getestet. Mit einer Drohne wurden die Bilder aus der Luft schon gemacht, die am 2. Juli in die Welt gehen sollen.

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