Herzogenrath - „Zuhause sicher”: Schwachstellen gezeigt in der Gebäudesicherung

„Zuhause sicher”: Schwachstellen gezeigt in der Gebäudesicherung

Von: Thomas Vogel
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Die Experten vom Netzwerk „Zu
Die Experten vom Netzwerk „Zuhause sicher” zeigen, was gegen Einbruch schützt: Norbert Winkler (v.l.), Ludwig Voß, Bernd Hollands und Manfred Beier. Foto: Thomas Vogel

Herzogenrath. Nachts schleichen sie um die Häuser - auf Beutezug. Natürlich kommen Einbrecher nicht nur, wenn es dunkel ist, denn statistisch gesehen wird alle vier Minuten irgendwo in Deutschland eingebrochen.

Genauer wissen das die Mitarbeiter des Netzwerks „Zuhause sicher”, einer Initiative der Polizei in Zusammenarbeit mit Industrie und Handwerk, Versicherern, Städten und Gemeinden. Im Mai 2007 ist sie landesweit gegründet worden.

In der Städteregion ist der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft für Aachen und Geschäftsführer der Kreishandwerkskammer Aachen, Ludwig Voß, mit seinen Teamkollegen Manfred Beier und Norbert Winkler vom Kommissariat Vorbeugung der Aachener Polizei und Kreisbrandmeister Bernd Hollands mit einer Informationsveranstaltung zum Thema Brand- und Einbruchsschutz unterwegs. Zum Treffen in der Feuerwache in Herzogenrath, dem bereits 8. in der Region, haben sie auch die Bürger eingeladen, die im vergangenen halben Jahr in der Rodastadt Opfer eines Einbruches waren.

Wertvolle Tipps

Die Experten haben Informationen im Gepäck, die vor allem sensibilisieren sollen. Sie erklären Schwachpunkte in der Gebäudesicherung, die Langfinger besonders gerne ausnutzen, und weisen auf Gefahrenherde hin, durch die Brände entstehen können. Einfache Tipps, wie Licht oder Radio anlassen, wenn die Hausherren und -damen ausgehen und die Nachbarn bitten, während der Urlaubsreise den Briefkasten zu leeren, sind leicht umzusetzen und können helfen, unerwünschte Besucher fern zu halten. Und auch der Schutz vor Feuer muss nicht teuer sein. Die Installation von Rauchmeldern kann für ein paar Euro Leben retten.

Dass die Veranstaltungen nützlich sind, steht außer Frage, wurde sogar durch eine Untersuchung nachgewiesen. Besucher lassen sich im Nachgang besonders intensiv im Hinblick auf die behandelten Themen beraten. Die richtigen Anlaufstellen hat das Netzwerk „Zuhause sicher” parat, in Form von Listen mit Handwerksbetrieben. Zu ihnen gehören zum Beispiel Schreinereien, Schlossereien, Architekten oder Sicherheitstechnik-Betriebe aus der Region.

Um in diese Liste aufgenommen zu werden, mussten sie dem Landeskriminalamt gegenüber ihre Eignung nachweisen. Übrigens: Besucher der Infoveranstaltungen dürfen sogar selbst aktiv werden. Denn wer mit einem Hebelwerkzeug persönlich erlebt hat, wie schnell sich ein herkömmliches Fenster aufbrechen lässt, der handelt präventiv. Die nächste Veranstaltung des Netzwerks „Zuhause sicher” wird am Donnerstag, 29. März, um 18.30 Uhr im Jugendheim St. Katharina, Markt 3a in Kohlscheid, stattfinden.
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