Nordkreis - „Zone-Activity“: Vielfältige Hilfe für das Friedensdorf Oberhausen

„Zone-Activity“: Vielfältige Hilfe für das Friedensdorf Oberhausen

Von: Nina Krüsmann
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Packen mit an: Marion Müller, Sekretärin vom Lions Club Alsdorf, und Wilhelm Schevardo, Zone-Chairman vom Lions Club Würselen, bei der Kleidersammlung. Foto: Krüsmann

Nordkreis. Zum ersten Mal sammelten die Lions Clubs im Aachener Norden jetzt gemeinsam Kleider, um das Friedensdorf Oberhausen zu unterstützen. Die internationale Vereinigung der Lions Clubs ist die weltweit größte private Hilfsorganisation. Die Lions Clubs Alsdorf, Baesweiler, Monschau, Eschweiler-Ascvilare, Eschweiler-Stolberg, Monschau, Übach-Palenberg/Geilenkirchen und Würselen der Zone IV/2 des Distrikts Rheinland-Süd haben die Idee zu einer gemeinsamen „Zone-Activity“ mit großer Beteiligung aufgenommen.

 „Ein Lions-Freund hatte mich darauf hingewiesen, dass im Friedensdorf dringend Bekleidung benötigt wird. Eine telefonische Rücksprache ergab, dass insbesondere Jungen- und Herrenbekleidung benötigt werden“, erklärt Wilhelm Schevardo, Zone-Chairman vom Lions Club Würselen.

Gesagt, getan: Gesammelt wurden durch die Mitglieder der Clubs von Babywäsche angefangen alle Kleidungsstücke einschließlich Karnevalssachen sowie Bettwäsche, Handtücher, Wolldecken, Spielzeug und Stoffpuppen. „Sogar eine Nähmaschine ist dabei, die beim Friedensdorf für interne Arbeiten gebraucht werden kann“, freut sich Schevardo.

Eine Geilenkirchener Firma stellte durch Vermittlung von Lions-Freund Wilhelm Wolff einen Transporter und einen Fahrer zur Verfügung. Der Lions Club Würselen wird noch einen weiteren Transport organisieren. Fleißig mitgeholfen hat unter anderem Marion Müller, Sekretärin vom Lions Club Alsdorf. „Ich habe ausgedientes Spielzeug und Kleidung von meinem Sohn mitgebracht“, erzählt sie.

Was ihrem Kind nicht mehr passt, hilft im Friedensdorf Oberhausen Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten. Betreut werden hier Mädchen und Jungen, die in den Wirren eines Bürgerkrieges oder bei einem Unfall Verletzungen erlitten haben.

Riesige Freude

„Weil es in ihrer Heimat an medizinischer Hilfe fehlt, können sie hier in Deutschland im Friedensdorf aufgenommen und medizinisch behandelt werden und bis zu ihrer Heilung dort bleiben“, erklärt Sarah Beckmann vom Friedensdorf. Sie hat sich riesig über die Hilfe aus dem Aachener Norden gefreut.

Überall gibt es immer wieder Krieg und Terror. Daher gibt es zahllose Kinder, die kaum vorstellbares Leid erfahren und deren Alltag von Gewalt und Not geprägt wird. Das Friedensdorf gründete sich 1967, als ein Krieg Hunderte Kilometer im Nahen Osten tobte.

Noch heute, mehr als vier Jahrzehnte später, toben auf der Welt Kriege, erfahren Kinder unermessliches Leid. „Die Arbeit des Friedensdorfes finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge und Förderer – in erster Linie aber durch Spenden. Das Spendenaufkommen unterliegt Schwankungen, ist abhängig von der wirtschaftlichen Situation der Bürger“, betont Schevardo, weshalb Hilfe wie die der Lions Clubs so bedeutsam ist.

Mit der Gründung der Friedensdorf Gemeinschaftsstiftung im November 2001 soll die Arbeit der Einrichtung langfristig auf sicherere Füße gestellt werden um Kindern eine Zukunft und Hoffnung zu geben.

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