Zielvereinbarungen zur Behindertengerechtigkeit sind formuliert

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Herzogenrath. Noch immer nicht genug, aber immerhin schon einiges ist erreicht worden: Darin ist sich das Behindertenforum einig, das Menschen mit Behinderung das Leben in ihrer Heimatstadt erleichtern will.

Um nachhaltig die Wünsche und Bedürfnisse von Behinderten in Politik und Verwaltung zu verankern, ist nun eine Zielvereinbarung entworfen worden, die Stadt und Forum unterzeichnen sollen.

Die politischen Gremien müssen über dieses Schriftstück noch beraten. Mindestbedingungen sind darin festgelegt, um allen Menschen den barrierefreien Zugang und die Nutzung von öffentlichen Gebäuden, Straßen und Plätzen zu ermöglichen.

Bei Erneuerung von öffentlichen Straßen und Wegen sollen etwa die Gehwege in ausreichender Breite ausgebaut werden, damit sie auch für Rollator und Elektro-Rollstühle geeignet sind.

Ampeln mit akustischen und taktilen Leitrichtungen bedeuten größere Bewegungsfreiheit für blinde und sehbehinderte Menschen. Stadteigene Anlagen sollen entsprechend ausgestattet werden, die Leitsysteme in der Lage sein, sich dynamisch auf den Straßenlärm anzupassen.

Ankündigungen von öffentlichen Veranstaltungen sollen auf die barrierefreie Erreichbarkeit des Veranstaltungsraums hinweisen. Die Zusammenarbeit der Vertragsparteien ist ein weiterer wichtiger Aspekt.

So ist vorgesehen, das Behindertenforum über alle anstehenden Baumaßnahmen zu informieren. Nur so ist gewährleistet, dass die Betroffenen ihr Mitspracherecht wahrnehmen können.

Bei längeren Projekten sollen Zwischenberichte über den Baufortschritt gegeben werden. Die Stadt soll sich weiter verpflichten, dem Behindertenforum jährlich Bericht zu erstatten, welche Zielsetzungen bereits umgesetzt wurden oder welche Fristen verlängert werden müssen.

„Durch die Festschreibung der gesetzlichen Vorgaben macht die Stadt deutlich: Wir nehmen die Dinge ernst”, sagt Anne Fink, Vorsitzende des Behindertenforums.

Dass die Belange der Behinderten bisher nicht immer optimal berücksichtigt worden seien, lasse sich an Baumaßnahmen festmachen - die Burg etwa, die nur bis zur Empore behindertengerecht sei. Auch der Zugang zum Schwimmerbecken im Freibad Merkstein sei nicht wie geplant abgeschrägt.
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