Zeugnisse der Bergbaugeschichte in Alsdorf werden nicht geschützt

Von: -ks-
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Sie gelten als einzigartige Zeugnisse des Bergarbeiterwohnungsbaus: Diese Häuser an der Prämienstraße werden aber nicht in die Denkmalliste eingetragen. Foto: Stüber

Alsdorf. Die alten Häuser an der Prämienstraße 15-23 und 25-31 sind wohl bald Geschichte - aber nicht im Sinne des Erhalts als Denkmal. Am Rande des ehemaligen Kerngebietes des Bergbaus in Alsdorf an der Ausfallstraße Richtung Herzogenrath gelegen, sind sie nach Ansicht des Technischen Dezernenten Harald Richter „bau- und sozialgeschichtlich wertvoll”.

Aber Richter und die Verwaltung verkennen nicht, dass eine Unterschutzstellung „wirtschaftlich nicht mehr darstell- und vertretbar ist”.

Heißt: Der Aufwand für den Erhalt bzw. Umbau der Häuser steht in keinem vernünftigen Verhältnis zu ihrer historischen Bedeutung.

Das sei dem Eigentümer nicht zumutbar. Der Ausschuss für Stadtentwicklung beschloss jetzt, das denkmalrechtliche Verfahren einzustellen.

Das hatte das Rheinische Amt für Denkmalpflege im Jahre 2002 noch anders gesehen. Seinerzeit wurde beantragte die Behörde den Eintrag in die Denkmalliste.

Auch der städtische Fachausschuss hatte dies befördert - und hätte eigentlich auch jetzt noch Interesse am Erhalt der Häuser - wäre das liebe Geld nicht. Und wenn sich die Stadt in dieser Sache dickleibig zeigen würde, käme einiges auf sie zu.

Der Eigentümer könnte nämlich die Übernahme eines Denkmals durch die Stadt Alsdorf verlangen, „wenn und soweit es ihm mit Rücksicht auf seine Pflicht zur Erhaltung des Denkmals auf Grund einer behördlichen Maßnahme” gesetzlich „wirtschaftlich nicht zuzumuten ist, das Denkmal zu behalten oder es in der bisherigen oder einer anderen zulässigen Art zu nutzen”, heißt es im besten Verwaltungsdeutsch.

Übersetzt heißt dies: Bitte, wenn die Stadt die Häuser zum Denkmal erklärt, dann kümmert euch auch drum und zahlt mich Eigentümer aus!
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