Zentrum für Orthopädie und Unfallchirugie eröffnet

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Auf gute Zusammenarbeit: Rolf Sobottke (l.), Chefarzt der Orthopädie, und Markus Graf, Chefarzt der Unfallchirurgie, bei der Eröffnung des neuen Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie. Foto: Conny Stenzel-Zenner

Würselen. Ein modernes Krankenhaus fordert eine moderne Organisation. Deshalb wurde im Medizinischen Zentrums der Städteregion (MZ) jetzt das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie eröffnet. Es vereint die Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie sowie die Klinik für Orthopädie. Dr. Markus Graf als Chefarzt der Unfallchirurgie ist Direktor des neu geschaffenen Zentrums. Privat-Dozent Dr. Rolf Sobottke als Chefarzt der Orthopädie ist stellvertretender Direktor.

Damit verändert sich die interne Organisationsstruktur der Kliniken, was für den Patienten Vorteile in der Behandlung bringe: „Hat sich ein Patient bei einem Autounfall das Knie gequetscht, wäre er vor der Zusammenlegung der Kliniken zur Unfallchirurgie gebracht worden. Bei der Orthopädie wäre er wegen des betroffenen Knies aber möglicherweise besser aufgehoben gewesen. Jetzt ist der Patient auf jeden Fall richtig“, freute sich MZ-Geschäftsführer René Bostelaar bei der offiziellen Eröffnung des Zentrums, das im Erdgeschoss des Würselener Betriebsteils Marienhöhe untergebracht ist.

Hubschrauberlandeplatz

200.000 Euro hat das Krankenhaus aus Eigenmitteln finanziert, um so schon für nächstes Jahr Vorsorge zu tragen. Dann nämlich wird der Neubau mit einer zusätzlichen Nutzfläche von rund 10.000 Quadratmetern und einem Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach eingeweiht. Dieser Bau wird alle Untersuchungs- und Behandlungsräume aller Kliniken des MZ im Erdgeschoss vereinen. „Das ist eine weitere baulich-strukturelle und organisatorische Verbesserung, damit wir für unsere Patienten noch attraktiver werden“, meinte Geschäftsführer Bostelaar.

Die Baukräne deutete Städteregionsrat Helmut Etschenberg „als Zeichen, dass wir dieses Haus für die Zukunft sicher machen wollen“. Als Aufsichtsratsvorsitzender resümierte er: „Ich freue mich, dass das Zentrum zwei Kliniken zusammenführt. Wer bereit ist, diese Veränderungen mitzugehen, der hat es verdient, dass man auch in Zukunft in dieses Haus investiert.“

Derweil sieht sich das MZ auch in anderen Bereichen gut aufgestellt: Weil auf die persönliche und zielgerichtete Betreuung der Patienten sowie auf eine exzellente Notfallversorgung im MZ großer Wert gelegt werde, seien jeden Tag sowohl im ADAC-Notfall-Hubschrauber als auch im Notarztwagen zwei Notärzte des MZ unterwegs, hieß es. Außerdem habe die AOK-Krankenkasse dem Medizinischen Zentrum der Städteregion in den Operationsbereichen Hüftgelenkersatz und Gallenblasenentfernung eine hervorragende Qualität im Vergleich zu anderen Krankenhäusern im Bundesgebiet bescheinigt. Zudem verfügt das MZ als eines von fünf Häusern in Deutschland über ein Gerät, das ein navigationsunterstütztes Operieren möglich macht. „Dieses Gerät gestattet es uns, Implantate in der Halswirbelsäule ganz genau zu platzieren“, sagte Chefarzt Sobottke.

Damit das Krankenhaus als Arbeitgeber in der Region gestärkt werde, damit das MZ Patienten anziehe, damit die Ärzte der 13 Kliniken mit Qualität überzeugen, seien neue Schritte erforderlich. „Die interdisziplinäre Zusammenarbeit muss sich durchsetzen und für die Patienten noch mehr Vorteile bringen“, sagte Bostelaar.

Erreichbarkeit rund um die Uhr

Dazu sind noch mehr Investitionen nötig, um das Akutkrankenhaus im Dreiländereck für die Zukunft gut gerüstet zu wissen. Das neue Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie macht den Anfang. Personal wird klinikübergreifend eingesetzt. „Erreichbarkeit rund um die Uhr und Verbindlichkeit ist uns wichtig“, sagte Dr. Markus Graf. „Die Leute müssen wissen, sie erreichen immer jemanden. Und ihre Anfragen werden – ob per Telefon oder E-Mail – von Ärzten und Case Managern fachkompetent bearbeitet. Service ist für uns keine leere Sprachhülse.“

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