Zehn Jahre Sommerlager in der Alten Dorfschule

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Fantasiewesen: In der Alten Dorfschule sind der Kreativität der jungen Teilnehmer keine Grenzen gesetzt. Foto: Dorfschule

Alsdorf. Es ist seit zehn Jahren ein Renner: Das Sommerlager in der Alten Dorfschule für Kinder ab sechs Jahren. Hier werden daheim gebliebenen Kindern viele Angebote gemacht. Weil es einen so großen Bedarf nach Ferienbetreuung gab, wurde dieses zweite Angebot unter der Schirmherrschaft des Vereins „Vor Ort“ ins Leben gerufen.

Seitdem ist Rüdiger Witte von der Stadt Alsdorf für die Leitung und Koordination zuständig. Aber was muss man sich darunter vorstellen? Sommerlager, was ist das? Die Ferien und den Sommer so gestalten, wie es einem gefällt. Die Seele baumeln lassen oder aktiv werden. Mit anderen zusammen bauen, malen, tanzen, quatschen, matschen, spielen, singen, trommeln, Abenteuer erleben und im Pool baden. Die freie Zeit mit anderen zusammen gestalten und genießen und noch mehr.

„Wir versuchen den unterschiedlichen Interessen der Kinder gerecht zu werden, indem wir so vielfältige und unterschiedliche Angebote machen, wie es unterschiedliche Kinder und Facetten gibt. Dabei sind wir thematisch nicht gebunden“, erklärt Rüdiger Witte. Es gibt kein Motto außer „eine schöne Zeit haben“.

Den Kindern scheint es jedenfalls zu gefallen. Ein Sommerlager eben, in der Tradition der Stadtrandfreizeiten der 70-er und 80-er Jahre, aber mit Club-Urlaubs-Charakter. Ein Kind sagte mal: „Das ist ja wie jeden Tag Kindergeburtstag.“ Und Kindermund tut ja bekanntlich Wahrheit kund.

„Wichtig ist, dass die Kinder mitgestalten und mit einbezogen sind, deswegen gibt es ein Kinderparlament, Gruppensprecherinnen und Gruppensprecher, Gesprächskreise und einen Kummerkasten, der aber auch für andere Dinge als nur für Kummer ist“, erläutert Witte. So entstand aus einer Anregung der Kinder im vergangenen Sommerlager die Kinderdisko, die immer am letzten Freitag im Monat stattfindet und sehr gut besucht ist.

Eigene Traditionen

„Wir pflegen hier auch unsere eigenen Traditionen. So haben wir ein spezielles Begrüßungszeremoniell, aber auch Lieder die es nur hier gibt, wie das Lachlied und das Weinlied und ein Lied das einfach ,Olé‘ heißt. Wir loben die Kinder des Tages aus und erstellen einen ,Walk of fame‘ für diejenigen, die sich besonders positiv hervorgetan haben“, erzählt Rüdiger Witte.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist Bewegung. Jeden Tag gibt es Bewegung in Form von Spaziergängen in die nähere Umgebung oder Sportspiele für alle. „Denn unserer Erfahrung nach mögen nicht nur der Kopf und der Geist beschäftigt sein, sondern eben auch der Körper“, sagt Witte. Und: „Ohne ein tolles Team, mit engagierten Mitarbeitern, die unterschiedliche Ambitionen haben, wäre so etwas gar nicht zu schaffen.

Deswegen hier ein ausdrücklicher Dank allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – sowohl Fachkräfte als auch Hilfskräfte und engagierte Ehrenamtler.“ Ein dickes Dankeschön geht aber auch an die Kinder und die vielen Helfer im Hintergrund: „Ohne Euch alle geht es gar nicht!“

Weitere Infos zum Sommerlager erteilt Rüdiger Witte unter der Telefonnummer 02404/25402.

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