Zehn Entwürfe für neuen Moses sind noch im Rennen

Von: mabie
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Die Jury bei der Arbeit: Prof. Ton Slits, Prof. Fritz G. Rohde, Dr. Heribert Mertens, Renate Puvogel und Francis Feidler (v.l.) haben die Entwürfe bewertet. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Mit einer derartigen Resonanz war wohl nicht zu rechnen. „Wir haben 81 Entwürfe für den neuen Moses bekommen“, freute sich Dr. Heribert Mertens von der Bürgerstiftung Herzogenrath. Eine Einsendung erreichte das Auswahlkomitee erst nach Annahmeschluss, „die konnten wir leider nicht mehr berücksichtigen.“ Auch so war es mehr als genug Arbeit, der Mertens sich gemeinsam mit seinen vier Jury-Kollegen gern stellte.

Zehn Entwürfe haben Kunstjournalistin Renate Puvogel, Professor Ton Slits aus Maastricht, der bekannte belgische Museumsmann Francis Feidler, Dr. Mertens und nicht zuletzt Professor Fritz G. Rohde, Vorsitzender des Forums für Kunst und Kultur in Herzogenrath, in die engere Wahl genommen. Die Einsendungen kamen übrigens nicht nur aus der Region, die mit zehn Künstlern vertreten war, sondern aus ganz Europa. „Wir haben Werke aus Armenien, Bulgarien, Italien, Tschechien und unseren Nachbarländern bekommen“, sagte Dr. Mertens erfreut.

„18 Entwürfe sind ausgeschieden, weil sie entweder ein anderes Material brauchen als den uns von den Nivelsteiner Sandwerken zur Verfügung gestellten Stein oder auch zu teuer waren“, sagte Mertens. Eine Bevorzugung lokaler Künstler war bei der Jurysitzung nicht festzustellen. Wohl aber, dass einige Entwürfe recht schnell zu Favoriten wurden. Es waren übrigens eher abstrakte Ansätze gefragt, weniger jene, die sich an die klassische Vorstellung einer Mosesfigur anlehnen. Auch ein Mix von beidem war denkbar. So zeigte eine Figur, die es letztlich nicht in die engere Auswahl schaffte, am Kopf des Moses zwei Leuchten. Die ausgefallene Idee sorgte für Aufmerksamkeit bei der Jury.

Die „Auserwählten“ aus der Riege der Moses-Kandidaten sind ab Sonntag, 22. Februar, bis Samstag, 28. Februar, im Herzogenrather Forum für Kunst und Kultur im Eurodebahnhof zu sehen. Täglich ist die Präsentation von 15 bis 20 Uhr geöffnet. Dabei können die Besucher nicht nur ihren Favoriten küren, der dann nur einen Steinwurf entfernt aufgestellt werden könnte.

„Am letzten Ausstellungstag werden zudem drei Preise von 4000, 2000 und 1000 Euro für die besten Entwürfe vergeben“, sagte Dr. Mertens. Damit steht aber nicht zugleich der Sieger und damit der umzusetzende Moses fest. „Die Preisverteilung ist unabhängig davon, welchen Moses die Jury für die Umsetzung auswählt“, sagte der Vertreter der Bürgerstiftung. Damit können die Herzogenrather zwar schon einen Favoriten küren, aber spannend bleibt, welcher Moses voraussichtlich am 16. August beim großen Moses-Fest enthüllt wird.

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