Zauberhafte Aufführung der Latein-Theater-AG

Von: ehg
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Junge Lateiner in Aktion: HGG -Schüler bei ihrer Zeitreise ins alte Rom. Foto: W. Sevenich

Würselen. Die Latein-Theater-AG unter der Leitung von Lehrerin Silvia Gottschalk führte jetzt am Heilig-Geist-Gymnasium (HGG) ein von den Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen sechs bis zehn selbst geschriebenes Theaterstück in Latein, Öcher Platt und auf Hochdeutsch.

Unter dem Titel „Boah, bin ich breit, ich seh´ Römer!” ging es in zwölf Szenen im Innenhof des Klosters trotz widriger Witterungsbedingungen unter freiem Himmel über die Bühne. Dabei legten die Akteure vor und hinter den Kulissen großen Eifer an den Tag, was von den begeisterten Eltern und Großeltern mit großem Beifall bedacht wurde.

Bemerkenswert war vor allem, dass Mitwirkende der Jahrgangsstufen sechs und sieben, also im ersten beziehungsweise zweiten Lateinjahr, Texte auswendig gelernt hatten, die sie selbst kaum verstehen können. Sie dann auch noch korrekt auszusprechen und richtig zu betonen, darin lag eine ganz besondere Leistung.

Aber auch das „Öcher Platt”, die Sprache der Sklaven in diesem Stück, war den betreffenden Akteuren nicht in den Schoß gefallen. Was dabei bisweilen heraus sprang, war vom Tonfall her eher „Platt mit Knaubeln”. Dennoch köstlich!

Aber auch alle Vorarbeiten für die Aufführung wurden von den Mitgliedern der Latein-Theater-AG selbstständig erledigt: Kulissen gemalt, Kostüme genäht, Plakate entworfen, die Musik ausgewählt und die deutschen Zwischentexte erstellt, damit auch der nicht so versierte Lateiner unter den Zuschauern dem Stück leicht folgen konnten. Eine großartige Gemeinschaftsproduktion also, die eine größere Resonanz verdient gehabt hätte.

Folgenreiches Verwirrspiel

Die ganze „klassische” Geschichte nimmt damit Fahrt auf, dass die drei Schüler Patrick, Sophie und Emily ein Referat für den Lateinunterricht vorbereiten müssen. Dazu treffen sie sich in einer Bibliothek. „Verzaubert” landen sie bei Sklaven, die wie sie dem Rebensaft zugesprochen haben, im antiken Rom. Zum Glück ist Sophie eine gute Lateinschülerin, so dass sie sich mit dem Sklaven verständigen kann, die sie für Götter halten.

Sie beschließen schließlich, zunächst als Sklaven im Haus des Konsuls unterzutauchen, um sich dann zu überlegen, wie sie wieder den Absprung in die Gegenwart schaffen könnten. In ihrem neuen Leben als römische Sklaven müssen die drei HGG-Schüler unter anderem auch einkaufen gehen. Dabei begegnen sie dem jungen Marcus Antonius auf dem Forum Romanum, wo er eine flammende Rede hält. Emily verliebt sich prompt in ihn und möchte ein Autogramm von ihm haben, blanker Unsinn in der Antike.

Das Verwirrspiel mit Folgen erreicht seinen Höhepunkt, als Veneficia, die Geliebte des Konsuls, mitzumischen beginnt. Am Ende finden die drei Lateinschüler doch wieder den Weg zurück, indem sie den Zauberspruch, der sie in die Antike versetzt hat, rückwärts aufsagen. Die Latein-AG bedankt sich bei den Lehrern Bernhard Wesselmann und Wilfried Bonn für die Unterstützung, die sie mit Schülern beim Aufbau der Kulisse und der Beleuchtung gewährten.
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