Zahlreiche Helfer sind bei Reitturnieren unverzichtbar

Von: Hanna Sturm
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Mit Besen und Rechen bewaffnet: Die vielen fleißigen Helfer sorgten an den beiden Turnierwochenenden für einen reibungslosen Ablauf und gute sportliche Bedingungen. Foto: Hanna Sturm

Würselen. Anstrengende Wochen liegen hinter dem Würselener Reiterverein. „Wir sind in der letzten Zeit alle ziemlich auf dem Zahnfleisch gegangen”, gibt Heiko Weidenhaupt zu.

Als Geschäftsführer des Vereins ist er zuständig für die allgemeine Organisation der Turniere, die der Verein an den vergangenen beiden Wochenenden auf die Beine gestellt hatte.

In einer Zeit, in der viele ländliche Reitvereine gar kein offizielles Turnier mehr veranstalten können, weil es an Sponsoren und freiwilligen Helfern fehlt, wurden am Teuterhof gleich zwei reiterliche Großveranstaltungen organisiert.

An den jeweils drei Turniertagen gingen um die 500 Spring- und über 300 Dressurpferde mit ihren Reitern an den Start.

Damit nicht nur während den Prüfungen alles glattgeht, sondern die Gäste auch auf einer rundum gepflegten Anlage begrüßt werden können, hatten viele Erwachsene und Jugendliche tatkräftig mit angepackt, darunter natürlich der Vorstand und die Vereinsmitglieder, aber auch viele Menschen, die sich dem Verein einfach verbunden fühlen.

„Mit Beginn der Sommerferien fing die heiße Phase an, wir haben dann quasi sechs Wochen von morgens bis abends alles turnierfertig gemacht”, sagt Ivana Schlebusch.

Extra Urlaub genommen

Die 18-jährige Beisitzerin ist das jüngste Mitglied im Vorstand des Vereins und gehört zu den insgesamt etwa 70 freiwilligen Helfern. Manch einer hatte sich extra Urlaub genommen, wie etwa Fred Dohms, der in tagelanger Arbeit unzählige Meter Hecke schnitt und Rasen mähte.

„Natürlich kommt irgendwann der Punkt, an dem man hofft, dass die Turniere einfach vorbei sind. Aber bei uns geht es sehr familiär zu, jeder hilft jedem - und gemeinsam ist es dann einfach schneller geschafft”, erklärt Ivana, warum es ihr trotz der Anstrengung auch Spaß macht, sich für den Verein einzusetzen.

An den Turniertagen mussten die Helfer natürlich besonders viel leisten. Hindernisse auf- und umbauen, am Abreiteplatz die nächsten Starter aufrufen, parkende Hänger einweisen oder für die Verpflegung sorgen - die verschiedenen Aufgaben lassen sich kaum alle aufzählen.

Die ersten Prüfungen begannen um sieben Uhr, spätestens eine Stunde vorher mussten die ersten Brötchen geschmiert, der Kaffee gekocht und die Meldestelle geöffnet sein.

Begehrter Platz

Klar, dass manche Aufgaben bei den Helfern beliebter sind als andere. Besonders der Platz neben dem Richter, um die Prüfungsprotokolle zu schreiben, sei unter den Jugendlichen begehrt, weiß Ivana.

„Da sieht man was von den Prüfungen und kann vielleicht auch noch etwas lernen. Außerdem machen viele Richter ziemlich lustige Sprüche.”

Und als am Sonntag die letzte Prüfung vorbei war, die letzte Ehrenrunde geritten wurde und alle Gäste nach Hause gefahren waren, ging es für die fleißigen Helfer ans Aufräumen. Bis zum nächsten Jahr.
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