Wurmtalschüler bauen Insektenhotels

Von: dag
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Hier lässt es sich gemütlich hausen: Leon und Jola stecken Stöcke und Stroh in eine Kiste, um verschiedenen Insektenarten Unterschlupf zu ermöglichen.  Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Würselen. Sind Insekten nützlich? Welche Funktion haben die Krabbeltiere im Naturkreislauf? Wie sieht die spannende Verwandlung von Ei zum fertigen Insekt aus? Die Mädchen und Jungen der Klasse 1d der Wurmtalschule Scherberg wissen nun eine ganze Menge über Insekten und haben überdies Insektenhotels gebaut.

„Die Insekten sind gut“, erzählt Julia. „Sie helfen uns. Ameisen räumen auf. Bienen machen Honig“, fährt sie fort. „Ohne Insekten gäbe es kein Obst“, führt Till an. Und Linda ergänzt: „ Sie bestäuben die Blüten.“ Da jetzt im Frühjahr alle Beete gesäubert werden, werden viele Nistmöglichkeiten von uns Menschen zerstört. „Damit die Insekten nicht aussterben, bauen wird Insektenhotels“, erklärt Thorben.

Um Insekten kennen- und wertschätzen zu lernen – also weg vom „Ihhhh, das ist fies!“ hin zu „Ah, ein Insekt!“ – setzten sich die 20 i-Dötzchen um Klassenlehrerin Kristina Janßen und Sonderpädagogin Christiane Helzle musikalisch, künstlerisch und sachorientiert mit dem Thema auseinander. So wurden im Kunstunterricht Ameisen und Bienen gebastelt, im Musikunterricht ein Insektenlied gelernt.

Und im Sachunterricht bastelten die Kinder eine umfangreiche Faltmappe erstellt, in der alle wichtigen Inhalte zum Thema festgehalten wurden. So erstellten die Erstklässler ihre ersten Tiersteckbriefe und lernten die Verwandlung von Schmetterling und Marienkäfer kennen. Durch die tatkräftige Unterstützung einiger Eltern wurden Rohkästen für die Insektenhotels zur Verfügung gestellt. Damit das Hotel für möglichst viele Arten interessant ist, wurden verschiedene Materialien als Füllung verwendet: Moos, Stöcke, Altholz, hohle Pflanzenstängel und Laub. Mit Zangen schnippelten die kleinen Forscher die Stöcke und Pflanzenstängel auf die nötige Länge.

Alle Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache und hoffen nun, dass die Nistkästen vielen Generationen verschiedener Insekten als Heim- und Brutstätten dienen. Zum Abschluss des „Insekten“-Projektes schaute noch ein Vertreter aus der Kölner Zooschule vorbei. Er brachte unter anderem „Stabheuschrecken“ und „Grüne Blätter“ mit und wusste allerlei interessantes zu über solche Insekten zu erzählen.

Mit ihrem Projekt wollen die Schüler der Wurmtalschule am zwölften Wettbewerb „Schüler powern für die Umwelt“ des Energieversorgers EWV teilnehmen. Aus diesem Anlass besuchte auch EWV-Projektbetreuerin Klaudia Ratzke die Klasse und ließ sich Nistkästen und Recherchen zum Thema „Insekten“ zeigen und erklären. Dem Sieger winken 500 Euro, dem Zweitplatzierten 400 Euro und den drei Drittplatzierten je 300 Euro. Zudem erhält jede Teilnehmergruppe 50 Euro für die Klassenkasse. Die Preisverleihung findet im Juni statt.

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