Wunschlösung: Neue Gesamtschule mit einem Standort

Von: Christoph Hahn
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Herzogenrath. Eine ruhige Sitzung haben die Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Sport und Kultur im Herzogenrather Rathaus hinter sich gebracht.

Die Kommunalpolitiker berieten rund zweieinhalb Stunden lang unter anderem über den Umbau bestehender Schulgebäude in der Pestalozzi- und der Kircheichstraße, die zu Sitzen der neuen Gesamtschule Kohlscheid werden sollen, und den Schulentwicklungsplan. Zu beiden Tagesordnungspunkten hörten die Mandatsträger und Sachkundigen Bürger die Berichte von eigens eingeladenen auswärtigen Fachleuten.

So gab der Duisburger Architekt Bernhard Kersting auf gemeinsamen Antrag von SPD, Grünen und Linken Einblick in die Pläne für die Gesamtschule. Sehr detailliert nahm der Gast zu den Fragen der Herzogenrather Stellung, erläuterte das Raumprogramm für beide Standorte, zu denen unter anderem ein Lehrerarbeitsraum mit Computern und (an der Kircheichstraße) die Schaffung eines neuen Haupteingangs vom Schulhof her gehören.

Die Kosten wurden – falls sich die Ratsmitglieder für die Version mit zwei Standorten entscheiden – mit 6,5 bis 7,2 Millionen Euro, im Falle der Option für nur einen Standort (der dann aller Wahrscheinlichkeit nach an der Kircheichstraße liegen wird) mit 11,75 Millionen Euro beziffert.

Die anschließende Aussprache, an der sich Vertreter aller Fraktionen rege beteiligten, erbrachte ein eindeutiges Meinungsbild – für den Aufbau der neuen Gesamtschule mit nur einem Standort. Dr. Bernd Fasel (Grüne) brachte die Haltung aller Parteien auf den Punkt: „Das ist unsere Wunschlösung!“

Dr. Manfred Fleckenstein (SPD) formulierte den Zielauftrag für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung: Bis zur gemeinsamen Sitzung von Bau- und Schulausschuss sollen sie eine Vergleichsrechnung für beide Modelle erstellen. Auf dieser Basis wollen die Ausschussmitglieder dann ihren Beschluss fassen.

Aus Leverkusen war schließlich Dr. Detlef Garbe angereist, um seinen Zuhörern den von ihm erarbeiteten Schulentwicklungsplan zu erläutern. Wichtigste Aussage: „Wir erwarten eine stabile Einschulung und keinesfalls sinkende Schülerzahlen.“

Die Zukunft der Gesamtschulen in Rode, so der Erziehungswissenschaftler mit Doktortitel, sei „stabil“. Das Gymnasium könne fünf- in den 20er Jahren des laufenden Jahrhunderts sogar „möglicherweise sechszügig“ weitergeführt werden.

„Mein erster Eindruck ist: Die Schulen in Herzogenrath sind hervorragend aufgestellt“, bewertete Dr. Fasel die Quintessenz des Vortrags. Dieses Thema wird die Politiker im Übrigen künftig begleiten. Jetzt aber sind die Leiter der Schulen zu einer raschen Stellungnahme aufgerufen.

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