Würseler Gymnasium erhält Auszeichnung als „Digitale Schule“

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Das Würselener Gymnasium wurde in Berlin als "Mint-freundliche Digitale Schule Deutschlands" ausgezeichnet. Symbolfoto: Caroline Seidel/dpa

Würselen/Berlin. Als erstes und einziges Gymnasium aus Nordrhein-Westfalen hat das Städtische Gymnasium die Auszeichnung „Mint-freundliche Digitale Schule Deutschlands“ erhalten. Deutschlandweit wurden nur zwei Schulen mit dieser Urkunde ausgezeichnet.

„Wir haben ausgezeichnet abgeschnitten und wurden in Berlin als nur eine von zwei Schulen geehrt“, erklärt Lydia Becker-Jax, Direktorin des Würselener Gymnasiums, die mittlerweile erfolgsverwöhnt ist, denn erst im Januar gab es den Innovations-Preis für digitale Bildung. Neben Mint – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik – ist dieser Preis auf die Kompetenz der digitalen Schule gerichtet.

Die Auszeichnung macht das Städtische Gymnasium nun zu einem Vorreiter in der Bildungslandschaft. „Gemeinsam mit unseren Partnern aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft haben wir einen umfangreichen Kriterienkatalog entwickelt, der Schulen und Bildungsträgern in Deutschland helfen soll, sich erfolgreich auf den Weg zur digitalen Schule zu begeben“, sagt Thomas Sattelberger, Vorsitzender der Initiative „Mint-Zukunft“, die von der Gesellschaft für Informatik zusammen mit dem Internetverband eco ins Leben gerufen wurde.

Diesen Prozess haben die Würselener durchlaufen, nachdem das Lemmon-Projekt 2008 in der Schule für viel Verwirrung gesorgt hatte. Damals waren Laptops angeschafft worden, mit denen die Schüler in die digitale Welt eingeführt werden sollten, ohne das es ein Konzept gegeben hätte oder das Lehrerkollegium gar geschult gewesen wäre. „Wir haben dann aus unseren Fehlern gelernt und mit unseren I-Pad-Klassen alles besser gemacht“, urteilt Ladia Becker-Jax. So wurden die Würselener zu Experten.

„Schulen müssen digitale Bildung aus technologischer, gesellschaftlich-kultureller und anwendungsbezogener Perspektive in den Blick nehmen. Die ausgezeichneten Schulen wurden in den zentralen Aspekte bewertet: Erstens Pädagogik und Lernkulturen, zweitens die Qualifizierung der Lehrkräfte, drittens die Vernetzung mit Eltern, Kommune, Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Akteuren, viertens die Verstetigung von digitalen Bildungskonzepten sowie fünftens Technik und Ausstattung“, macht Christine Regitz deutlich, Vizepräsidentin der Gesellschaft für Informatik e.V..

Die Kultusministerinnen und Kultusminister der Länder sowie die Bundesministerin für Bildung und Forschung haben sich darauf verständigt, eine Bund-Länder-Vereinbarung zur Unterstützung der Bildung in der digitalen Welt für die 40 000 Schulen in Deutschland zu treffen. Vor diesem Hintergrund bietet die Initiative mit dem Leitfaden Schulen eine konkrete Hilfestellung an und unterstützt Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland dabei, die Herausforderungen der Digitalisierung umfassend zu adressieren.

Der erfüllte Kriterien-Katalog der Schule geht vom festgeschriebenen Schwerpunkt im Schulprogramm, über die Qualifizierung der Lehrkräfte im digitalen Bereich, die dauerhafte Implementierung der digitalen Bildung bis hin zur Vernetzung mit externen Dritten. „Unsere Auszeichnung wirkt auch nach innen. Immer mehr Lehrer haben Lust, mit den digitalen Medien zu arbeiten“, sagt Lydia Becker-Jax. 

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