Würselener Volkstheater begeistert mit „Et Dameduell”

Von: ehg
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Bühne voll besetzt: Die über
Bühne voll besetzt: Die überzeugenden Schauspieler des Volkstheaters Würselen hatten sichtlich Spaß beim lustigen Verwirrspiel. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. War das ein tolles Spektakel! Zu zwei Stunden Lachen ohne Ende hob sich im Alten Rathaus der Vorhang. Dort brachte das Würselener Volkstheater „Et Dameduell”, ein bäuerliches Lustspiel in drei Akten von Bernd Gombold, auf die Bühne.

In Mundart gesetzt hatten es die Vorsitzende Gisela Schröder und Geschäftsführer Hans Schröder. Da die Vorsitzende die meiste Arbeit mit der Inszenierung gehabt hatte, bedankten sich die Zuschauer bei ihr vorab schon mit einem donnernden Applaus. Dass er mehr als berechtigt war, daran bestand am Ende der Aufführung kein Zweifel. Für die Schauspieler, die allesamt reife Leistungen boten, gab es mehr als einmal nur Szenenapplaus. Dabei hatte es nur eine Probe in der Kulisse gegeben. Hochachtung! Zu Gast war auch die Gründerin des Würselener Volkstheaters, Marianne Thelen.

Nachdem die Mutter die letzte Reise angetreten hat, geht es auf dem Hof von Witwer Schang Strunzer (Hans Schröder) drunter und drüber. Da ist es nur zu verständlich, dass er seinem einzigen Sohn Alfred (Sven Schröder) jeden Tag damit auf die Nerven geht, sich eine Frau zu suchen. Doch dieser will sich erst noch ein paar glückliche Jahre machen. „Wenn Du mein Bestes willst, dann lass mich mit dem Weiberkram in Ruhe!” herrscht Alfred seinen Vater an. Dieser droht ihm daraufhin: „Wenn Du nicht auf der Stelle heiratest, dann bekommst Du den Hof nicht!” Sohn Alfred lässt sich nicht einschüchtern. Vielmehr animiert er frech den Vater, sich selbst eine neue Frau zu suchen.

Sorgen mit seinem Sohn Franz (Bernd Römer) hat auch der ebenfalls verwitwete Nachbar Eugen Schmale (Georg Queck). Ständig flüchtet er vor seinem Vater und der Arbeit und nistet sich bei Strunzers ein, wo er nicht nur den Kühlschrank plündert, sondern auch dem Alkohol zuspricht. Mehr als einmal mischt er die Szene auf. Und die Zuschauer kommen auf ihre Kosten. Es darf lauthals gelacht werden, wenn er seine Spielchen mit seinem Vater treibt. Heiraten ist genauso wenig ein Thema für ihn wie für Alfred.

Der herrliche Klamauk erreicht seinen ersten Höhepunkt, als Notar Siegelring (Harald Fortmann) mit Pastor Tines Muus (Jos Schäfers) auf der Bildfläche erscheinen. Sie hat Vater Schang Strunzer einbestellt, um seinen Hof der Kirche zu vererben, zum Leidwesen des Sohnes. Doch daraus wird nichts, weil es doch mehr juristische Haken und Ösen gibt, als sich Witwer Strunzer gedacht hat. Zudem sind die Pässe schon seit längerer Zeit abgelaufen. Ein selbst gebrannter Schnaps nach dem anderen wird gekippt. Notar Siegelring ist schließlich nicht mehr Herr seiner Sinne. Währenddessen setzt sich Nachbar Schmale durch seine Beamtenwitze in Szene. Dass seine Verwandte Frieda erben soll, wenn sein Sohn vor ihm ablebt, gibt Vater Strunzer den Rest.

Da ist guter Rat gar nicht so teuer. Schang Strunzer nutzt die Wettleidenschaft seines Sohnes Alfred: „Wer von uns beiden zuerst eine Frau findet, bekommt den Löwenanteil des Hofes.” Alfred schlägt ein. Das Unheil nimmt seinen Lauf und die Turbulenzen mehren sich. Beide suchen ohne Wissen des anderen jeweils zwei Frauen, Mutter und Tochter. Jeder will ja jedem zum Glück verhelfen. Vier Damen tauchen gleichzeitig auf.

Damit ist das Chaos perfekt. Die Damen buhlen um die Gunst der Männer, was die Herren geschickt auszunutzen wissen. Da bleibt kein Auge trocken. Schließlich widerfährt auch den Nachbarn Eugen und Franz unverhofftes Eheglück. Am Ende liegen sich Schang Strunzer und Rues Fröhlich (Gisela Schröder), Franz Strunzer und Mari Fröhlich (Nadine Schröder) sowie Eugen Schmale und Sophie Sturm (Marlene Bourceau), aber auch Franz Schmale und Cäcilie Sturm (Hilde Römer) in den Armen.

Fleißig für Verwirrung hatte so „nebenbei” noch Viehhändler Klöss Ömkick (Heinz Schmidt) gesorgt. Als Souffleuse waren Anneliese Schlüper und Nadine Schmidt im Einsatz. Weitere Aufführungen: am 5., 6., 12. und 13. November im Kulturzentrum Frankental in Stolberg, Frankentalstraße, samstags um 19.30 Uhr und sonntags um 18 Uhr.
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