Würselen - Würselener Treff: Inspiriert von Mozart und McCartney

Würselener Treff: Inspiriert von Mozart und McCartney

Von: Nina Krüsmann
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Freuten sich wie die anderen Teilnehmer über einen informativen Abend und die gelungene Wiederaufnahme der „Würselener Treffs“: Der Vorsitzende vom Senioren-Union-Stadtverband Würselen Harald Gerling, Stadtführer Rolf Rüland, Gast Christoph Leuchter und der stellvertretende Vorsitzende der Senioren-Union Hans Peter Drabent (1.Reihe, v.l.). Foto: N. Krüsmann

Würselen. Nicht auf der Bühne, sondern mitten drin zwischen den Gästen parlierten Moderator Rolf Rüland und sein Gast Christoph Leuchter. Die Premiere des neuen „Würselener Treffs“ kommt gut an beim Publikum.

„Wir wollen keine Distanz, sondern möglichst auch mit den Gästen ins Gespräch kommen“, erklärt der Vorsitzende vom Senioren-Union-Stadtverband Würselen, Harald Gerling, die Idee der neuen Veranstaltungsreihe, bei der in regelmäßigen Abständen – drei Mal im Jahr – Ur-Würselener, prominente Mitbürger, politisch Aktive oder Kulturschaffende etwas über ihr Leben und Wirken erzählen.

 

Mit dem Kulturzentrum im Alten Rathaus hat die Senioren-Union ein glückliches Händchen gehabt: Der Treffpunkt im Herzen der Stadt ist für alle gut erreichbar. „Jung und Alt sind uns willkommen, Altersgrenzen gibt es nicht“, betont Gerling. Manch einer hatte zunächst noch gedacht, nur Senioren seien angesprochen.

Weit gefehlt. Bei der Premiere lauschen rund 30 Gäste. Getränke zu zivilen Preisen wie ein Fläschchen Mineralwasser zu einem Euro prägen den Charakter der zwanglosen, nicht kommerziellen Veranstaltung, die sich nun wieder etablieren soll. Schon beim 1. Treff kamen auch jüngere Leute, die sich für das Schaffen von Christoph Leuchter interessierten. Ihn kennt man in Würselen, er ist Dozent an der RWTH Aachen, Buchautor, Chorleiter des Neuen Chores in Würselen und verheirateter Familienvater mit drei Kindern.

Christoph Leuchter studierte zunächst Klavier und Musikwissenschaft in Köln, dann Germanistik in Bonn und Aachen. 2001 promovierte er mit einer Arbeit zum mittelalterlichen Minnesang. Er arbeitete als Kirchenmusiker, wissenschaftlicher Assistent, Lektor und Texte. Überhaupt ist Leuchter die Vielfalt in Person: Er komponiert, veröffentlichte die Bücher „Letzter Akt“ und „Amelies Abschiede. Eine Lügengeschichte“.

Fragt man diesen vielseitig begabten Mann, welche Vorbilder er hat, so nennt er spontan Mozart, Paul McCartney und John Lennon. „Die waren einfach und genial zugleich“, stellt Leuchter beeindruckt fest. „Um einen Roman zu schreiben, braucht es einen langen Atem, da steckt viel Detailarbeit dahinter. Die kreativen Momente ähneln sich natürlich mit dem Schreiben von Liedern. Aber die Melodien sind schneller da, das macht riesigen Spaß“, erzählt Leuchter über seine Arbeit.

An der RWTH unterrichtet er Angewandte Text- und Literaturwissenschaft beziehungsweise Kreatives Schreiben.

„In den Kursen geht es darum, Strategien zur Optimierung der Schriftsprache in verschiedenen Genres zu entwickeln. Kern ist dabei die praxisnahe Text- und Lektoratsarbeit“, erklärt der promovierte Germanist.

Schon vor mehr als zehn Jahren gab es bereits einen Würselner Treff in der Aula des Gymnasiums. Nachdem dieser „eingeschlafen“ ist, freut sich die Senioren-Union in Würselen die Tradition neu zu beleben, wie der stellvertretende Vorsitzende der Senioren Union, Hans Peter Drabent, erklärt.

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