Würselen - Würselener Stadtbücherei: Die Ausleihzahlen gehen zurück

Würselener Stadtbücherei: Die Ausleihzahlen gehen zurück

Von: ehg
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Fotos: Stefan Herrmann

Würselen. Die statistischen Daten der Stadtbücherei für das Jahr 2014 belegen, dass sich der positive Trend des Vorjahres nicht fortgesetzt hat. Die Zahl der Entleihungen sank sogar auf einen noch niedrigeren Stand als 2012 ab, und zwar von 81.250 in 2013 auf 74.490 zum Abschluss 2014.

Besucher wurden im vergangenen Jahr 35.011 gezählt. Gegenüber 37.258, die es in 2013 waren. Auch der Medienbestand ging zurück, und zwar von 38.518 auf 37.231. Ob dieser Trend darauf zurück zu führen ist, dass Würselen als einzige Stadt in der Region nicht an der im Herbst 2014 gegründeten „Onleihe“ der Städteregion teilnimmt? Das vermochte die Leiterin der Stadtbücherei, Monika Silberer, nicht zu sagen, als sie dem Ausschuss Sport, Soziales, Kultur in dessen jüngster Sitzung ihren Sachstandbericht vorlegte.

In jedem Fall werde sie die Entwicklung der „Onleihe“ in den Nachbarstädten weiterhin im Blick behalten. Sollte diese die Ursache für die gesunkenen Nutzerzahlen sein, müsste nach Möglichkeiten einer Finanzierung der digitalen Entleihe übers Internet für Würselen gesucht werden.

Umstrukturierung

Positiv vermerkten Silberer und mit ihr die Ausschussmitglieder, dass die Stadtbücherei aufgrund personeller Umstrukturierungen wieder in der Lage ist, an einem Vormittag in der Woche Öffnungsstunden anbieten zu können. Seit Anfang November ist sie mittwochs von 11 bis 13.30 Uhr geöffnet. Inwieweit sich das positiv auf die Zahl der Entleihungen und die der Besucher auswirken werde, bleibe noch abzuwarten, sagte Silberer im Ausschuss. Trotz des geringen Medienetats konnte der Medienzugang noch einmal leicht erhöht werden, was nicht zuletzt dem Förderverein und der Kulturstiftung Würselen zu verdanken sei.

Der Förderverein spendete einen Grundstock an „Tiptoi“-Büchern, die sich großer Beliebtheit erfreuen und fast immer ausgeliehen sind. Insgesamt konnten – so die Leiterin – in 2014 für knapp 5000 Euro neue Medien angeschafft werden.

Monika Silberer gab dem Ausschuss mit auf den Weg, dass es für die Bücherei dringend notwendig sei, dass ein öffentlich zugänglicher Internet-Rechner angeboten werden könne. Die vorhandenen Rechner, die seinerzeit durch Privatspenden und Fördermittel gekauft worden seien, seien „total veraltet gewesen“ und hätten vom Netz genommen werden müssen.

WLAN-Zugang anstreben

Zur Aufrüstung oder für Neuanschaffung hätten die finanziellen Mittel gefehlt. Auch die Einrichtung eines freien WLAN-Zugangs in der Bücherei sollte ihrer Meinung nach angestrebt werden. Zurzeit führen die Mitarbeiter der Bücherei eine Benutzerbefragung durch. Sie wollen nämlich herausfinden, in welchen Sparten die Benutzer Änderungen wünschen. Die Auswertung wird Ende des Jahres erfolgen.

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