Würselener Sportverein: Aufbruchsstimmung nach der Fusion

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Das Vorstandsteam des WSV zieht eine positive Bilanz der Fusion: der 2. Vorsitzende Heinz Blankenheim, 1. Vorsitzender Peter Sous, Schatzmeister Thomas Hilden und Geschäftsführer Gerd Welper (v.l.n.r.) Foto: Roß

Würselen. Der neue Würselener Sportverein (WSV) hat seinen neuen Vorstand gewählt. Er besteht aus dem 1. Vorsitzenden Peter Sous, dem 2. Vorsitzenden Heinz Blankenheim, dem Geschäftsführer Gerd Welper und dem Schatzmeister Thomas Hilden. Im Interview äußert sich das neue Vorstandsteam zum ersten Halbjahr nach der Fusion, den Zielen der Fusion und den Auswirkungen.

Vor fast genau einem halben Jahr fusionierten die beiden bekannten und renommierten Vereine Eisenbahnersportverein (ESV) und Würselener Turnverein (WTV) zum neuen „Würselener Sportverein“. Rückblickend betrachtet – war und bleibt dieser Zusammenschluss der richtige Schritt?

Peter Sous: Ein klares Ja! Der neue Verein WSV wird bei den Mitgliedern und von Außenstehenden positiv wahrgenommen. Wir sehen bereits jetzt positive Aktivitäten im Verein, die auf die Fusion zurück zu führen sind. Auch eine gewisse Aufbruchsstimmung bei den Mitgliedern ist festzustellen, die wir natürlich nutzen wollen, um die Entwicklung des Vereins zu fördern.

Welches waren denn die Hauptgründe für die Fusion?

Heinz Blankenheim: Wir waren zwei traditionsreiche, mit großen Überschneidungen im Sportangebot und eng nebeneinanderliegende Vereine, die zudem auch noch, was Mitgliederzahlen und Hallennutzung anging, in Konkurrenz zu einander standen. Die Vereinsstrukturen waren jedoch sehr ähnlich aufgebaut. Es gab bereits vor der Fusion im Bereich Turnen eine erfolgreiche und funktionierende Zusammenarbeit im Rahmen von Wettkampfgemeinschaften. Es lag daher nahe, unsere Kräfte durch eine Fusion zu bündeln. Mit circa 700 Mitgliedern dürfen wir uns nun zu den größeren Vereinen in Würselen zählen.

Ziel der Zusammenlegung ist, die Außenwirkung und den Handlungsspielraum zu steigern. Durch Erhöhung der Angebotsvielfalt kann die Bindung an den Verein gestärkt werden. Das Angebot für Kinder und Jugendliche wird so attraktiver. Sportliche Leistungen bedingen Leistungszentren. Aber auch dem demographischen Wandel wollen wir durch Angebote für ältere Menschen nachkommen.

Kleine und mittlere Vereine sind logistisch, finanziell und was den qualifizierten und effizienten Einsatz von Übungsleitern angeht, überfordert. Die abnehmende Bereitschaft zur Übernahme eines Ehrenamts führt häufig zu Problemen, einen funktionierenden Vorstand zu finden. Hier ist es gelungen, die Vorstandsarbeit zu sichern. Aus diesen Gründen war die Fusion von Anfang an auf eine sehr große Zustimmung der Mitglieder gestoßen.

Herr Blankenheim sagte es bereits – mit rund 700 Mitgliedern zählt der WSV zu einem der größten Vereine in der Stadt. Wie beurteilen die Mitglieder aus Ihrer Sicht heute diesen Zusammenschluss?

Gerd Welper: Die Rückmeldungen unserer Mitglieder und aus der Öffentlichkeit bestätigen, dass die Fusion beider Vereine zum heutigen WSV die richtige Entscheidung war. Bei einem „Kennenlern-Grillen“ für die Mitglieder des Vereins, bei dem wir den Bürgermeister Arno Nelles und den Vorsitzenden des Stadtsportverbandes, Günter Kuckelkorn, begrüßen konnten, wurde seitens der Mitglieder die Fusion ausschließlich als sinnvolle und notwendige Maßnahme für das Fortbestehen des Vereins begrüßt.

Der Vorstand traf sich bereits mit Bürgermeister Arno Nelles, um den neuen Verein vorzustellen und um die Entwicklungsmöglichkeiten in Würselen und die Zukunftspläne zu klären. Wo sehen Sie bei der Sportentwicklung in Würselen dringenden Handlungsbedarf?

Heinz Blankenheim: Primäres Ziel des Treffens mit Bürgermeister Arno Nelles war es, den „Würselener Sportverein 2016 e.V.“ vorzustellen und unsere Vorstellungen der Vorstandsarbeit zu erläutern. Es wurde aber auch auf die Situation der fehlenden Trainingsmöglichkeiten hingewiesen. Es fehlt an geeigneten Hallenstunden, um auch neue Angebote anbieten zu können.

Aber auch die Qualität der bestehenden Hallen und die Qualität der Sportgeräte für den Leistungssport wurde angesprochen. Als Verein und Vorstand sehen wir es als unsere Aufgabe an, die Zusammenarbeit mit dem Stadtsportverband, dem Sportausschuss der Stadt Würselen und der Stadtverwaltung im Sinne des Gemeinwohls zu suchen, zu fördern und zu unterstützen. Dies konnten wir in dem sehr offenen und konstruktiven Gespräch mit Herrn Nelles anbringen. Seinerseits hat er die Fusion begrüßt und Unterstützung in der Umsetzung angeboten.

Das Thema Hallennutzung steht beim WSV ganz oben auf der Tagesordnung. Wo drückt den WSV hier der Schuh?

Thomas Hilden: Zurzeit ist der WSV in acht verschiedenen Hallen in Würselen aktiv. Das erfordert für den Verein zum einen hohe logistische Anstrengungen, und zum anderen veursacht es aber auch hohe Kosten, weil benötigte Geräte in verschiedenen Hallen mehrfach zur Verfügung gehalten werden müssen. Außerdem besteht das Problem, dass der Verein viele Stunden in der kleinen Halle in der Krottstrasse abhält, die leider aufgrund ihrer Größe und ihres Zustandes nicht mehr zeitgemäß ist. Es wäre für den Verein wünschenswert, sich auf ein oder vielleicht zwei Hallen konzentrieren zu können.

Welche Auswirkungen hatte die Fusion auf die Mitgliederzusammenführung und -verwaltung?

Gerd Welper: Erfreulicherweise waren die Abmeldungen im Zuge der Fusion sehr gering. Es gab einige Doppelmitgliedschaften in den Alt-Vereinen, die nunmehr nicht mehr notwendig sind. Die Mitgliederzahl stabilisiert sich und zeigt eine ansteigende Tendenz.

Ein Blick nach vorne. Herr Sous, welche Perspektiven hat der neue WSV? Gibt es denn auch neue Angebote?

Peter Sous: Wir gehen davon aus, dass die Entwicklung des Vereins weiterhin positiv vorangetrieben werden kann. Durch die Fusion können wir bereits jetzt schon für unsere Mitglieder ein erweitertes Angebot machen. Derzeit wird geprüft, welche Angebote verstärkt bzw. zusätzlich gemacht werden können. Der Verein möchte für die Würselener Bevölkerung ein verlässlicher Partner im Sportangebot sein. Dies wollen wir in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Stadtsportverband hinsichtlich einer optimalen Nutzung der Hallenkapazität erreichen.

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