Würselener Sportler und Funktionäre im Rampenlicht

Von: ehg
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Matinee im Alten Rathaus: Die Geehrten trugen sich ins Goldene Buch der Stadt ein; Bürgermeister Arno Nelles (v.l. sitzend) , Anton Fischer, Ania Fucz und SSV- Vorsitzender Günter Kuckelkorn. Foto: W.Sevenich

Würselen. „Es ehrt uns, dass Sie sich heute von uns ehren lassen”, begrüßte Bürgermeister Arno Nelles erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler, aber auch verdienstvolle Sportfunktionäre zur Sportler-Matinee 2011 im Alten Rathaus.

Bevor er ihnen erstmals nicht mehr den traditionellen Silberbecher, sondern eine zeitgemäße Medaille verlieh, rückte Nelles deren Leistungen im Sport und um den Sport ins rechte Rampenlicht. Sodann trugen diese sich ins Goldene Buch der Stadt ein.

Ihre Ehre erwiesen ihnen auch die stellvertretende Städteregionsrätin Christina Karl aus Eschweiler sowie Vize-Bürgermeister Winfried Hahn, der Vorsitzende des Ausschusses Sport und Kultur, Hans-Josef Bülles, der Ehrenvorsitzende des Stadtsportverbandes (SSV), Peter Mommertz, und der Vorsitzende des Handballkreises Aachen-Düren, Thomas Havers.

Rahmenbedingungen verbessern

In einer Ansprache beleuchtete der Bürgermeister den dreifachen gesellschaftspolitischen Stellenwert des Sportes: Er trage zur Gesunderhaltung von Körper und Geist bei, schaffe ein friedvolles soziales Miteinander und führe Menschen zusammen aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Er bedankte sich beim Stadtsportverband für das gute Miteinander von Sport und Politik.

Nelles: „Gemeinsam wird es uns gelingen, die Rahmenbedingungen zu verbessern.” Dabei war ihm sehr wohl bewusst, dass sie an die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen angepasst werden müssen. Die Ergebnisse des vorliegenden Sportentwicklungsplanes müssten dazu umgesetzt werden. Nelles hoffte, schon in absehbarer Zeit konkrete Maßnahmen in Angriff nehmen zu können.

Alle Fraktionen seien sich darin einig, dass Geld in die Hand genommen werden müsse, um die Sportlandschaft auf ihrem hohen Niveau zu erhalten und - wenn nötig - zu verbessern. Damit sprach er nicht nur den rund 11000 in 48 Vereinen organisierten Sportlern, sondern auch den Freizeitsportlern aus der Seele.

Damit bald konkrete Maßnahmen auf den Weg gebracht werden könnten, müssten die noch anstehenden Beratungen bald fortgesetzt werden, mahnte der Vorsitzende des Stadtsportverbandes, Günter Kuckelkorn, an. Das Ehrenamt sei unerlässlich für jeden Verein, unterstrich er. Er stellte den nach der Auflösung des Kreissportbundes neu gegründeten Regio-Sportbund vor, zu dessen Vizepräsident Kuckelkorn in diesen Tagen gewählt worden war. Nach Köln handele es sich um den zweitgrößten Verband in Nordrhein-Westfalen mit rund 143000 Mitgliedern in 645 Vereinen.

Deutsche Meister

Gemeinsam nahmen Nelles und Kuckelkorn die Ehrungen vor. Zunächst zeichneten sie Gerd Debye von der Ortsgruppe Würselen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft für seine langjährige ehrenamtliche Vereinstätigkeit erst in Baesweiler und dann in Würselen mit der Sportler-Medaille 2011 aus. Der heutige Ortsgruppenleiter mit Wachleiter-Linzenz, Bootsführerschein A und Erste-Hilfe-Ausbilder-Zertifikat engagiert sich seit 20 Jahren aktiv in der Vorstandsarbeit.

Die Schachspielerin Julia Havenith gewann als Zehnjährige die U 14 Mittelrheinmeisterschaft der Mädchen und belegte auf NRW-Ebene den vierten Platz. Mehr als vier Jahrzehnte ist Heinz-Günter Schalge Mitglied des FC Teutonia Weiden. Nahezu 35 Jahre leistete der ehemalige Aktive wertvolle ehrenamtliche Dienste, 15 Jahre übte er Ehrenamtstätigkeiten im Fußballkreis Aachen aus.

Gleich vier Aktive des Vereins Mujocken-ki-Dojo standen auf dem „Treppchen”: Der Deutsche Meister Leo Zulic errang Mitte Dezember auch den Europa-Meistertitel I.K.B.F. in der Klasse bis 69 Kilogramm. Silke Metzelthin ist amtierende Deutsche Meisterin Muay Thai in der Klasse bis 57 Kilogramm. In der Klasse bis 71 Kilogramm entschied Steffi Rieszmann die „Deutsche” für sich. Ihren Meistertitel verteidigte die amtierende Weltmeisterin Ania Fucz in der Klasse bis 61 Kilogramm bei einer großen Box-Gala Mitte Dezember 2010.

Mit der Verleihung der Medaille ehrte die Stadt bei Anton Fischer, jahrzehntelang Mitglied des Reitervereins Würselen, dessen Lebenswerk. Von 1960 an war er erst regional ein Förderer des Dressursports, später auch international.

Nicht nur bei seinem Heimatverein, sondern auch beim Aachener Laurensberger Rennverein, der Deutschen Reiterlichen Vereinigung und dem Deutschen Olympischen Komitee bekleidete er hohe Ämter. Dabei blieb er stets seinen Wurzeln treu. Eine Turniergemeinschaft zwischen dem ALRV und dem RV Würselen zählt nicht zuletzt zu seinen Verdiensten.

Sportliche Einlagen

Zwei Schachmannschaften machten im letzten Jahr von sich reden. Die „Erste” des Schachvereins Würselen wurde Regionalmeister und stieg in die NRW-Klasse auf. Beteiligt waren Mannschaftsführer Hans Popielas, Claus Andok, Dr. André Gerick, Nils Heinichen, Jürgen Schmitz, Peter Vossen und Almir Masic. Mittelrheinmeister wurde die Schachmannschaft der Sebastianusschule. Betreut von Alois Erdweg errangen Julian Liu, Julia Havenith, Paula Schafranek, Sven Galluhn und Fynn Janssen den Titel.

Aufgelockert wurde die Matinee durch reizvolle sportliche Einladen am Boden und am Hochrad, dargeboten von Turnerinnen des Weidener Turnvereins.
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