Würselen - Würselener Rat lehnt Reduzierung seiner Sitze ab

Würselener Rat lehnt Reduzierung seiner Sitze ab

Von: ehg
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Würselen. Bereits in der vergangenen Legislaturperiode hatte die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) einen Antrag eingebracht, die Zahl der Ratssitze zu reduzieren. Angesichts der prekären Entwicklung der städtischen Finanzen hat er jetzt eine Neuauflage erlebt.

„Wir wollen Ernst machen mit dem Sparen”, begründete Fraktionsvorsitzender Walter Quadflieg den erneuten Versuch, dem Antrag im Rat Gehör und eine Mehrheit zu verschaffen. „Wenn wir den Bürgern Opfer abverlangen wollen, dann müssen wir mit gutem Beispiel vorangehen.”

Sehr wohl war sich Quadflieg bewusst, dass mit den Kosten, die bei einer Reduzierung um vier Sitze eingespart werden können, nicht der Haushalt saniert werden könne. Nach seiner Rechnung belaufen sich die Ersparnisse auf mehr als 12.000 Euro jährlich.

SPD-Fraktionsvorsitzender Stefan Mix sprach sogar von 15.000 Euro.Die SPD-Fraktion, die in der vergangenen Legislaturperiode den Antrag noch abgelehnt hatte, unterstützte ihn diesmal: Wenn die Ausschüsse reduziert würden, käme weniger Arbeit auf die Stadtverordneten zu, argumentierte ihr Vorsitzender. Man müsse in Zukunft die Arbeit dann so organisieren, dass sie zu leisten sei. Mit UWG-Sprecher Quadflieg stimmte Mix darin überein, „dass es sich um einen wichtigen symbolischen Akt handelte”.

Sich in seiner eigenen Arbeit zu beschränken, das könne sich der Rat in der augenblicklichen Situation nicht leisten, setzte CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Jürgen Schmitz dagegen. „Um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können, brauchen wir eher mehr als weniger qualifizierte Arbeit.”

Eine Reduzierung der Ratssitze von 2014 an, wie von der UWG beantragt, bringe mit sich, dass die anfallende Arbeit auf weniger Schultern verteilt werden müsse. Es bestehe die Gefahr, dass die Qualität der Ratsarbeit absinke.

Auch unter dem Aspekt, dass die Einwohnerzahl der Stadt in Zukunft auf geschätzte 40.000 Einwohner wachse, sei es nicht angemessen, den Rat zu verkleinern. Schmitz befürchtet, „dass qualifizierte Mitarbeiter von der Ratsarbeit ausgeschlossen werden”.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Renate Knauf, schloss sich Schmitz Argumenten an. Sie verwies darauf, dass durch die Neuorganisation der Ausschussarbeit Geld eingespart werden könne. Mit den Stimmen der Kooperation wurde der UWG-Antrag ein weiteres Mal abgelehnt.
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