Würselen - Würselener Kulturarchiv für alle im Netz

Würselener Kulturarchiv für alle im Netz

Von: ehg
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Würselen. 50 Jahre Kulturarchiv der Stadt Würselen. Im Ausschuss für Soziales, Sport und Kultur hat der Archivleiter, Heinz-Josef Küppers, nachgezeichnet, wie sich die Einrichtung der Stadt entwickelte hat. Einblicke in den neuen Internet-Auftritt gewährte der Vorsitzende der Kulturstiftung der Stadt, Achim Großmann.

„Das Kulturarchiv ist heute weit mehr als ein Verwaltungsarchiv. Es birgt einen reichhaltigen Schatz“, sagte Großmann. Das Internetarchiv soll attraktiver werden. „Wir wollen Interaktivität“, forderte er die Nutzer auf, ihre Beiträge zur Weiterentwicklung des Archivs zu liefern.

Ein Blick zurück: Vor 50 Jahren begann der erst an der Volksschule Morsbach wirkende Lehrer und spätere Rektor der Grundschule Scherberg August Liebenwein, Fotos aus dem Bereich der Stadt zu sammeln. Nicht viel später gesellten sich die ersten Dokumente, Zeitungsausschnitte und Bücher hinzu.

Über einen Zeitraum von 44 Jahren erweiterte Liebenwein diese Sammlung. Im Jahre 2006 übergab er die Leitung des Archivs seinem Nachfolger Heinz-Josef Küppers. Die immer umfangreichere Sammlung musste im Laufe der Jahre mehrmals den Standort wechseln, bis sie einen würdigen Platz an der Kaiserstraße 36 gefunden hatte.

Zu den wertvollsten Beständen zählen unter anderem die sogenannten Waldakten. Hierbei handelt es sich um Originalgerichtsakten zu Streitigkeiten um den Würselener Wald, beginnend im 17. Jahrhundert.

Chorniken der ehemaligen Bürgermeistereien Würselen, Bardenberg und Broich, das Protokollbuch der Kupferschlägerbruderschaft aus dem Jahre 1732, Bevölkerungslisten aus der napoleonischen Zeit für Bardenberg, Broich,Weiden und Würselen, historische Karten der Gemeinden Bardenberg, Broich, Weiden und Würselen vom Beginn des 19. Jahrhunderts an in Kopie und Fluchtlinienpläne der (alten) Stadt Würselen aus den Jahren 1903 – 1906.

Sehr umfangreich ist der Bestand an Literatur zu den Themenbereichen Wirtschaft, Verkehr, Bergbau, Religion und Geschichte. Hinzu kommen Bücher mit Bezügen zu Bardenberg, Broichweiden, Würselen, ferner zu Gemeinden und Städte in der Region, zur heimischen Mundart sowie eine Sammlung von Festschriften von Vereinen der verschiedensten Art und Pfarreien.

Jahrbücher und Publikationen der Heimat- und Geschichtsvereine aus dem heimischen Raum ergänzen jährlich den Bestand. Seit 1964 werden die in der Region erscheinenden Tageszeitungen gesammelt. Besonders wichtige Zeitungsausschnitte werden zudem thematisch geordnet und erfasst. Einen besonderen Platz nimmt die Literatur zum Zweiten Weltkrieg, ergänzt durch Flugblätter aus den Jahren 1944/45, ein. Für Heinz-Josef Küppers steht außer Zweifel: „Das Archiv erfreut sich inzwischen einer hohen Wertschätzung.“

Ein anschauliches Bild zu Vergangenheit und Gegenwart Würselens liefern Fotos von Straßen, Plätzen, Gebäuden, Vereinen, kirchlichem und weltlichem Brauchtum, Arbeitsstätten und besonderen Ereignissen. Filme und Schallplatten gehören ebenso zum Bestand der Medien. Zu den musealen Sammlungsstücken zählt Heinz-Josef Küppers Fahnen verschiedener aufgelöster Vereine, aber auch Gegenstände mit Bezug zum heimatlichen Raum, wie Vereinspokale, Grubenlampen und Karnevalsorden.

Inzweischen ist das Archiv im digitalen Zeitalter angekommen. Auch dieser Erwerb erfolgte in Zu Derzeit erfolgt eine digitale Erfassung der Bestände durch eine Gruppe von Freiwilligen unter der Leitung von Dr. Franz Kerff.

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