Würselen - Würselener Initiative für Frieden: Afghanistankonflikt weiter im Fokus

Würselener Initiative für Frieden: Afghanistankonflikt weiter im Fokus

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Würselen. In der öffentlichen Diskussion ist das Thema Bundeswehr und der Afghanistankonflikt derzeit allgegenwärtig.

„Und gerade jetzt ist es uns gelungen, einen Insider für das Thema nach Würselen zu holen, nämlich den Journalisten, Schriftsteller, Historiker und Islamwissenschaftler Marc Thörner”, kündigt der Sprecher der Würselener Initiative für den Frieden, Dr. Ansgar Klein, eine Lesungs-, Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit dem Autor des neuen Buches „Afghanistan Code” für Mittwoch, 23. Juni, 19 Uhr im Saal Houben, Sebastianusstraße 28 an.

„Marc Thörner wird Aspekte des Afghanistan-Krieges beleuchten, die in unseren Medien nicht vorkommen,” verspricht die Moderatorin dieses Abends, Helene Klein. Die Initiative hofft bei freiem Eintritt auf viele Gäste, im Anschluss an die Diskussion kann gemeinsam das Länderspiel verfolgt werden.

Zuletzt hatte die Würselener Initiative mit einer Veranstaltung unter dem Titel „Weltmacht Europa - auf dem Weg in weltweite Kriege?” gemeinsam mit dem „Aachener Friedenspreis” eingeladen. Im „Aachen Fenster”, das komplett gefüllt war, konnte Karl-Heinz Otten, der Vorsitzende des „Aachener Friedenspreises” ein hoch interessiertes Auditorium begrüßen.

Die beiden Referenten des Abends Claudia Haydt von der Informationsstelle Militarisierung (IMI) undÊ Ulli Sander, gingen dabei auch auf die ökonomischen Aspekte militärischer Konflikte ein.

Ulli Sander, Sprecher des VVN/BdA aus Dortmund, stellte die innere Militarisierung in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. „Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit sind für die Bekämpfung von sogenannten âGroßschadensereignissen´, wozu auch Demonstrationen und Streiks zählen können, zivile Strukturen durch militärische ersetzt worden”, sagte Sander.

Dass auch die Außenpolitik Deutschlands und der EU spätestens seit dem Inkrafttreten des Lissabonvertrages stark militaristisch geprägt ist, machte Claudia Haydt in ihrem eindringlichen Vortrag deutlich.

„Die schon 2004 auf EU-Ebene eingeführte Rüstungsagentur kann jetzt die Mitgliedstaaten zu verstärkten Rüstungsanstrengungen verpflichten und das in einer Zeit, da in allen öffentlichen Haushalten das Geld für das Nötigste fehlt und die Bevölkerung die Haupteinsparmöglichkeiten bei den Rüstungsausgaben sieht.” Haydt rief dazu auf, die Bestimmungen unseres Grundgesetzes zu verteidigen, die Militäreinsatz nur mit Parlamentsbeschluss und nur zur direkten Landesverteidigung erlauben.

In der anschließenden regen Diskussionsrunde, die vom Sprecher der Würselener Initiative für den Frieden, Dr. Ansgar Klein, geleitet wurde, kam etwa die Problematik der Werbung der Bundeswehr an den Schulen und in den Arbeitsagenturen zur Sprache. Klein mahnte zum Abschluss, das Thema „Militarisierung” stärker in die öffentliche Diskussion zu tragen.
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