Würselener Gymnasium: Bäumen drohen Axt und Säge

Von: ehg
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Würselen. Das Wurzelwerk von zehn in die Jahre gekommenen Bäumen entlang der Schulsportanlage am Städtischen Gymnasium ist zum Stein des Anstoßes geworden. Neun von ihnen haben Schäden an der dortigen Laufbahn und an der Einfriedung der Anlage angerichtet.

Schäden an einer Stützmauer zum Nachbargrundstück sind zu befürchten. Von der Verwaltung auf die Tagesordnung gebracht wurde das Problem in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung. Sie schlug dem Ausschuss vor, acht Bäume zu fällen.

SPD-Fraktionsvorsitzender Stefan Mix und CDU-Sprecher Balthasar Tirtey waren der Meinung, „dass die Bäume nicht mehr zu halten sind”. Sie folgten dem Vorschlag der Verwaltung unter der Bedingung, dass eine Ersatzpflanzung vorgenommen werde. UWG-Sprecher Theo Scherberich sah keine Notwendigkeit für eine Rodung. Es sollte erst mit der Schule geklärt werden, inwieweit die Anlage für den Schulsport genutzt werde, plädierte er dafür, die Entscheidung zurückzustellen.

Rückendeckung erhielt er von Dr. Eicke Lange, dem Vertreter des Naturschutzes. Die Schatten spendenden Bäume sollten erhalten bleiben. Andere Maßnahmen sollten zur Lösung des Problems ergriffen werden. Die Bäume noch bis nach den Sommerferien stehen zu lassen und abzuwarten, bis Klarheit über die Gestaltung der Schullandschaft bestehe, schlug der Grüne Dr. Ansgar Klein vor.

Die Laufbahn in Ordnung zu bringen, dafür setzte sich CDU-Sprecher Tirtey ein. Schließlich einigte sich der Ausschuss - die UWG enthielt sich der Stimme - darauf, Hand an der Tartanbahn anzulegen und die störenden Wurzeln zu entfernen. Sollten sich Probleme mit der Statik der Bäume ergeben, sollten diese gefällt werden und eine Ersatzpflanzung erfolgen.

Zur Disposition stand auf Antrag eines Anwohners auch eine unter Baumschutz stehende Salweide auf der öffentlichen Grünfläche an der Nellessenstraße. Da es sich bei ihr um geschützten Baumbestand der Stadt handelt, oblag die Entscheidung über Erhalt oder Rodung dem Ausschuss. Dieser folgte dem begründeten Vorschlag der Verwaltung und lehnte sowohl eine Rodung als auch eine Ausbildung dieser Weide als Kopfbaum ab.

Schließlich ging es noch um eine mächtige Rotbuche mit einem Kronendurchmesser von bis zu zwölf Metern und einem Stammumfang von 410 Zentimetern auf einem privaten Grundstück an der Drischer Straße. Sie wies bei einer Untersuchung laut Verwaltung einen schlechten Gesamtzustand auf. Es seien die typischen Schadsymptome der Buchenkomplexkrankheit in einem bereits fortgeschrittenen Stadium festgestellt worden, so der Gartenmeister der Kommunalen Dienstleitungen (KDW), Heinz Gerd Groten.

Maßnahmen zur Verzögerung des fortschreitenden Verfalls und zur vorübergehenden Sicherung der Baumstatik wären mit erheblichen und kostenintensiven Untersuchungen und Arbeiten verbunden gewesen. Dieser Aufwand hätte die Grenze dessen überschritten, was einem Grundstückseigentümer abverlangt werden könne. Was der Ausschuss mit Bedauern zur Kenntnis nahm.
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