Würselen - Würselen rechnet mit Andrang auf neue Gesamtschule

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Würselen rechnet mit Andrang auf neue Gesamtschule

Von: Von Georg Pinzek und Ernst-Hubert Gier
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Optimistische Gesamtschüler: In Würselen rechnet der Träger bei dem neuen Angebot mit einer großen Akzeptanz. Foto: imago/blickwinkel

Würselen. Die Schullandschaft in Würselen steht vor großen Veränderungen: Die Hauptschule an der Lehnstraße hat dabei keine Zukunft. Am Standort Wisselsbach soll zum Schuljahr 2013/14 eine Gesamtschule eingerichtet werden. Die dann benachbarte Realschule wird in dem Komplex an der Tittelsstraße nur noch zweizügig, aber ebenso wie die Gesamtschule als Ganztagsschule angeboten.

Zudem ist die Einführung des Ganztagsbetriebs auch für das Städtische Gymnasium an der Klosterstraße bei der Bezirksregierung in Köln beantragt worden. Stadtrat und Verwaltung trafen in großer Einmütigkeit die Entscheidungen dafür.

Alle Schulabschlüsse sollen in der Stadt weiterhin möglich bleiben. Außerdem soll eine Alternative zum G8-Abitur durch die Gesamtschule angeboten werden für Schüler, die die Hochschulreife erst nach neun Jahren erlangen wollen. Bereits im vergangenen Oktober hat die Bezirksregierung die Genehmigung für die Errichtung der neuen Gesamtschule erteilt.

Die Anmeldungen beginnen mit Ausgabe der Halbjahreszeugnisse am Montag, 28. Januar. Dass die neue Schulform bei den Familien auf eine große Akzeptanz stößt, davon sind die Verantwortlichen im Rathaus überzeugt. Eine Befragung der Eltern von Grundschülern und Kindergartenkindern hatte gezeigt, dass viele den Vorteil in der Flexibilität der Schullaufbahn sehen.

So wird in Würselen fest damit gerechnet, dass die gesetzlich vorgeschriebene Zahl an Anmeldungen von mindestens 100 Schülerinnen und Schülern zum Schuljahr 2013/2014 zustande kommt.

Um die Eltern von Viertklässlern über die Gesamtschule ausgiebig zu informieren, hatte Bürgermeister Arno Nelles ins Alte Rathaus eingeladen.

„Eine Schule für alle Kinder“

„Sie haben die einmalige Chance, die zukünftige Schullandschaft der Stadt mit zu gestalten“, begrüßte er zahlreiche interessierte Mütter und Väter. Herzlich hieß er ebenfalls die designierte Leiterin der neuen Schule, die bisherige Schulleiterin der Aachener David-Hansemann-Realschule, Ilse Zimmermann, und deren ebenfalls bestellte Stellvertreterin Andrea Bremer-Schmiemann, seit elf Jahren Abteilungsleiterin an der Heinrich-Heine-Gesamtschule in Laurensberg, willkommen.

Die Pädagogen informierten umfassend und beantworteten Fragen sach- und fachkundig. Bremer-Schmiemann unterstrich dabei: „Die Gesamtschule ist eine Schule für alle Kinder.“ Es gebe keine Erprobungsstufe, auch keine Nicht-Versetzung bis zur neunten Klasse. Großer Wert werde auf das soziale Miteinander gelegt. Alle möglichen Bildungsabschlüsse werden durch die Gesamtschule vermittelt. In der Förderstufe, Jahrgang 5 und 6, wird im Klassenverband unterrichtet. Begleitet und individuell betreut werden die Kinder von zwei Klassenlehrern.

Bremer-Schmiemann weiter: „Die Schullaufbahn wird bis Ende der 10. Klasse offen gehalten.“ Sie stellte ein Beispiel für die Gestaltung eines Stundenplanes vor, weg vom Einheitsraster der 45-Minuten-Stunden. Alle Schüler beginnen gemeinsam um acht Uhr. Kinder mit Beeinträchtigungen lernen gemeinsam in Klassen bis 23 Schüler mit Kindern ohne Beeinträchtigungen.

Ilse Zimmermann, die künftige Schulleiterin, ermunterte die Eltern, die neue Schule mit den Lehrern und den Kinder zu gestalten. Dazu biete sie viele Möglichkeiten. Für sie sei wichtig, dass jedes Kind bestmöglich gefördert werde, im Wechsel von gemeinsamem und alleinigem Lernen. „Die Kinder sollen erfahren, dass es Sinn macht zu lernen“, gab sie die pädagogische Richtung für die neue Schule vor. Dabei könnten alle Kinder miteinander und voneinander lernen. So gelangten sie zu gegenseitiger Wertschätzung und Anerkennung. Begleitet wird die unterrichtliche Arbeit von Sozialarbeitern in enger Abstimmung mit den Lehrern.

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