Würselen - Würselen-Mitte: Gute Ideen für die Innenstadt gesammelt

Würselen-Mitte: Gute Ideen für die Innenstadt gesammelt

Von: ehg
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Der Kalkhaldenpark in Würselen: Er soll durch eine verbesserte Zuwegung eine Aufwertung erfahren.

Würselen. Für einen 136 Hektar großen Bereich der Innenstadt wird derzeit von der beauftragten Grundstücks- und Entwicklungsgesellschaft (DSG) ein integriertes Handlungskonzept entwickelt. Zuletzt ist zu einem der fünf abgesteckten Handlungsfelder mit dem Arbeitstitel „Öffentlicher Raum“ eine Planungswerkstatt realisiert worden.

Die von drei jungen Planungsbüros mit unverstelltem Blick auf die Stadt erarbeiteten Ergebnisse wurden jetzt von den beiden DSG-Mitarbeitern Dominik Erbelding (Büroleiter Bonn) und René Nürnberger (Projektbearbeiter) beim dritten veranstalteten Bürgerforum der Öffentlichkeit vorgestellt. „Kommentiert“ wurden sie vom Leiter des Planungsamtes der Stadt, Manfred Schmitz-Gehrmann. Er sah ihnen viele gute Ansätze für die Entwicklung eines Planes, der als Grundlage für eine Förderung durch das Land bis zum Jahresende erstellt werden soll. Zuvor wird sich mit den Bausteinen der Ausschuss für Stadtentwicklung und der Rat befassen.

Interessant waren die Ideen, die von den drei jungen Planern für die Aufwertung der Bahnhofstraße von der Kaiserstraße bis zur Kreuzstraße entwickelt worden waren. Sobald das Singer-Gelände erschlossen worden sei, sei der Ausbau unumgänglich, führte der städtische Planer in der Versammlung aus. Um eine durchgehende Verkehrsfläche von 15,50 Metern Breite zu gewährleisten, müsse ein 2,5 Meter breiter Streifen von privaten Grundstückseigentümern erworben werden. Die Bahnhofstraße werde weiterhin eine Hauptverkehrsstraße – nach ihrem Ausbau mit sechs Metern Fahrbahnbreite und weiterhin Tempo 30 – bleiben. Keine Frage war es für die Planer, dass etwas für die Fahrradfahrer getan werden müsse. Eine alternative neue Baumbepflanzung wurde von ihnen ins Auge gefasst. Das besondere Augenmerk müsse auf die Anbindung des Singer-Geländes gelegt werden.

Dass beim Lindenplatz Handlungsbedarf besteht, war im Bürgerforum keine Frage. Was die Erneuerung des Mobiliars und der Kinderspielfläche anbetrifft, waren sich die Planer einig. Um eine große Fläche für Veranstaltungen zu erhalten, müssten Bäume gefällt und an anderer Stelle neue gepflanzt werden. In den Fokus gerückt wurden auch neue Wasserspiele, möglicherweise auch die Errichtung eines Pavillons. Für einen neuen Bodenbelag, wie von den externen Planern vorgeschlagen, hatte Schmitz-Gehrmann kein Ohr. Er plädierte für „minimale Eingriffe“, wo es erforderlich geworden sei. Dabei behutsam vorzugehen, das postulierte er. Ferner sprach er sich dafür aus, Post- beziehungsweise Lindenstraße so bestehen zu lassen, wie sie derzeit vorzufinden sind. Eine fußläufige Verbindung des Platzes mit dem Singer-Gelände und weiter mit dem Recker-Park war in allen Plänen eine Option.

Zur Ertüchtigung des Stadtgartens wurden ebenfalls vielfältige Ideen von den Planern entwickelt. So sollen zwei neue Wege angelegt werden, wobei einer das Rathaus mit dem Stadtgarten verbindet. Die bestehende Beleuchtung soll erneuert werden. Auch die neuen Wege sollen beleuchtet werden. Auf diese Weise soll die Anziehungskraft in den dunklen Monaten des Jahres gesteigert werden. Eine Lichtinstallation wurde ins Spiel gebracht. Wichtig erschien es den Planern, Begegnungs- und Kommunikationsbereiche anzulegen. Dabei lenkten sie den Blick auf den vorhandenen Spielplatz.

Nicht nur er soll aufgemöbelt werden, vielmehr soll es eine eigene Spielfläche für kleine Kinder geben. Der städtische Planer legte sich dahingehend fest, dass es im Stadtgarten keinen Zeltplatz für das dortige Jungenspiel geben werde. Es werde – nach wie vor – an den Kirmestagen auf dem unteren Morlaixplatz das Zelt aufschlagen können. Über die Errichtung eines Pavillons und die Neuanlage eines Grillplatz mehr zum Eingang des Stadtgartens hin wurden in die Überlegungen einbezogen.

Wie der Kalkhaldenpark durch Verbesserung der Zuwegung eine Aufwertung erfahren soll, auch dazu hatten die Planer Ideen entwickelt. Unter die Lupe genommen worden war von ihnen nicht zuletzt auch die Vernetzung in der Innenstadt.

Zu den fünf Themenfeldern steuerten die anwesenden interessierten Bürger ihrerseits noch eine Reihe von brauchbaren Ideen bei. Aufgabe des Stadtplaners wird es nunmehr sein, einen Plan zu „schmieden“ für die Bewilligung von Fördermitteln und das noch bis zum Ende des Jahres.

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