Würselen bekommt Tempo ins Internet

Von: Georg Pinzek
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In der Versenkung verschwunden: Um die Glasfaserkabel in die Leerrohre einzuziehen, müssen zuerst Zugkabel eingelassen werden. Foto: Georg Pinzek
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In dieser Station enden alle Hausanschlüsse auf Kapellenfeldchen. Einzeln werden sie auf die Technik des Telekommunikationsanbieters aufgeschaltet. Foto: Georg Pinzek
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Von wegen „Kabelsalat“: Wolfgang Riege von Enwor hat die Anschlüsse im Blick. Foto: Georg Pinzek
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Ohne Lagepläne geht es nicht: Leitungen und Leerrohre sind so unter Pflaster und Asphalt zu finden. Foto: Georg Pinzek
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Baustelle Neustraße: Eine ganze Reihe neuer Schaltschränke sind nötig. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Schnelles Internet ist für eine Stadt mit Blick auf Wirtschaft, Bildung und Freizeit mindestens genau so wichtig wie eine gute Verkehrsanbindung. Nun kann Würselen gleich mit drei Autobahnanschlussstellen unmittelbar an den Stadtgrenzen punkten. Künftig sind dank Glasfaserausbau überdies Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s im Internet möglich.

Eingesetzt werden dafür LWL-Kabel (Lichtwellenleiter). In Koproduktion zeichnen dafür der Versorger Enwor (energie & wasser vor ort GmbH) und NetAachen verantwortlich. Seit Sommer wird in Würselen an allen Ecken und Enden auf Gehwegen gebuddelt. Kleine Baugruben flankieren verschiedene Straßenkreuzungen. Mitunter sind sie aber oft tagelang verwaist. Für Anwohner ist das dann ein Aufreger. Doch zu unrecht, wie Wolfgang Riege und Heinz-Burkhard Kaminski von Enwor erläutern.

„Denn es ist unvermeidlich. Erst wenn die Kabel abschnittsweise in die Leerrohre gebracht worden sind, können wir die Gruben schließen. Wir prüfen die Verbindungen und  überall da, wo wir hängenbleiben, müssen wir eben aufmachen“, erklärt Riege.

Zehn bis 15 Leute hat Enwor bei dem Kabelprojekt dauernd im Einsatz. „Dabei arbeiten wir mit ortsansässigen und erfahrenen Firmen zusammen“, betont Riege. Relativ gering ist die Zahl der Tiefbaustrecken, da Enwor in weiser Voraussicht seit Jahren im Würselener Stadtgebiet Leerrohre neben dem Stromnetz verlegt hat. Von den knapp über 30 Kilometern, die zu bestücken sind, können zu gut zwei Dritteln die bereits vorhandenen Leerrohre genutzt werden.

Hauptknotenpunkte sind das Umspannwerk der Enwor an der Neustraße und die Station im Gewerbegebiet Aachener Kreuz an der Schumannstraße. Im ganzen Stadtgebiet sind 87 Verteilerschränke für das schnelle Internet nötig, die mit über 119 Kabelverteilzentren der Telekom verknüpft werden müssen.
Bis zum Dezember wurden allein in Bardenberg 4500 Meter LWL-Kabel verlegt.

In der Querverbindung zwischen den Knotenpunkten Neustraße und Kaninsberg sind es bereits 3750 Meter, weitere 500 Meter in Euchen und Linden. Das Wohngebiet Kapellenfeldchen und das Gewerbegebiet Aachener Kreuz sind schon mit der FTTH-Technologie (fibre to the home) erschlossen.

Bis zum nächsten Sommer sollen rund 15.000 Haushalte und 400 Gewerbebetriebe mit der Glasfaser erreicht werden. Etwa 1,3 Millionen Euro wird Enwor dann in den Ausbau insgesamt investiert haben. NetAachen wird eine weitere halbe Million Euro in die Technik stecken.

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