Herzogenrath - Workshops für berufliche Neuorientierung

Workshops für berufliche Neuorientierung

Von: mabie
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Möchten Frauen Türen öffnen: (v.l.) Susanne Hark (Gleichstellungsbeauftragte Alsdorf), Gabriele Allmann (Frauenkomm), Simone Wetzel (Gleichstellungsbeauftragte Baesweiler), Gerti Steffens (Wirtschaftsförderung der Städteregion), Birgit Kuballa (Gleichstellungsbeauftragte Herzogenrath) und Andrea Hilger (Beauftrage für Chancengleichheit der Bundesagentur für Arbeit) stellten das neue Workshop-Programm „Wendepunkte – Berufliche Neuorientierung“ vor.

Herzogenrath. Wendepunkt ist ein Stichwort, bei dem Gabriele Allmann mitreden kann. Die Geschäftsführerin des Frauenkommunikationszentrums „FrauenKomm Gleis 1“ in Rodas Bahnhof weiß, wie Frauen sich fühlen, die an einem gewissen Punkt in ihrem Leben eine neue berufliche Orientierung suchen.

„Vielleicht bin ich berufstätig und fühle mich bei meiner Arbeit nicht mehr wohl, oder vielleicht will ich nach einer Familienphase wieder in den Job einsteigen“, umschreibt sie aus ihrer täglichen Praxis Gefühle von Frauen im Berufsleben. Türen zu öffnen und dem Arbeitsleben einen neuen Rahmen zu geben, ist ihr Ziel. „Wir möchten viele Frauen in der Region erreichen und sie in ihrem beruflichen Werdegang unterstützen“, sagt auch Marlies Diepelt, Vorsitzende des Frauen-Kommunikationszentrums „FrauenKomm“.

Was steckt nun dahinter? „Es beginnt mit einer Art Kompetenzanalyse“, umschreibt Allmann das Vorgehen. Die Teilnehmerinnen sollten sich zunächst ein paar grundlegende Fragen über ihr berufliches Interesse und ihren Hintergrund stellen. „,Was interessiert mich?‘ Ist eine wichtige Frage, schließlich ist oft das, was frau gerne tut, auch das, was frau gut kann“, sagt sie. Die eigenen Fähigkeiten richtig einschätzen zu lernen, ist die eine Seite. Auf der anderen Seite stehen aber die oft verwirrend unüberschaubare Bildungslandschaft und schließlich der Arbeitsmarkt an sich.

In den Workshops soll den Frauen über sieben buchbare Elemente die Möglichkeit gegeben werden, sich nach Interessenlage, Ausbildung und Können neu beruflich zu orientieren. „Dabei spielt auch der unsichtbare Arbeitsmarkt eine Rolle“, ist Gabriele Allmann überzeugt.

Einfach mal bewerben

Neben den sichtbaren Stellenausschreibungen gebe es noch viele Betriebe, die potenzielle Arbeitgeber sein können, weiß sie. „Dazu ist es aber nötig, Strategien zu entwickeln, welchen Arbeitgebern ich mich überhaupt vorstellen kann“, sagt Allmann. „Einfach mal eine Bewerbung abgeben ist da oft ein erster Schritt.“

Die Workshops verstehen sie und die im Pool vereinten Gleichstellungsbeauftragten der Region und Umgebung aber nicht als Problemlöser. „In den drei Stunden eines Workshops können wir im Prinzip nur Impulse geben“, unterstreicht Allmann. Am Ende sollen die Strategien jeder Frau individuell sein. Da kann zum Beispiel auch der Schritt in die Selbstständigkeit helfen, um sich beruflich breiter aufzustellen. Neben dem persönlichen Erfahrungsaustausch und der persönlichen Weiterentwicklung steht aber auch das Dauerthema Bezahlung auf dem Plan. „Es ist immer wieder ein sehr großes Thema, denn Frauen arbeiten einfach für weniger Geld“, weiß Allmann. Zu lernen, sich nicht unter Wert zu verkaufen und effektive Verhandlungen zu führen, sind für sie nämlich auch ein Teil eines erfüllten Berufslebens, das nach einem Wendepunkt im Leben vielleicht viel leichter zu erreichen ist.

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