Würselen - Wohnraum für Asylbewerber wird gesucht

Wohnraum für Asylbewerber wird gesucht

Von: Karl Stüber
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Ist für die Unterbringung von fest zugewiesenen Asylbewerbern im Gespräch: das ehemalige Schwesternwohnheim auf dem Gelände des Medizinischen Zentrums in Bardenberg. Foto: Karl Stüber

Würselen. Die 130 im Rahmen des Erstaufnahmeverfahrens in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Straße untergebrachten Asylbewerber werden am Montag von Würselen nach Köln gebracht. Dies war seitens der Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Sport und Kultur zu hören. Im Anschluss werden diese Asylbewerber dann einzelnen Kommunen fest zugewiesen.

Auf diese Weise könnten durchaus einige von ihnen wieder nach Würselen zurückkehren. Unabhängig davon sind derzeit weitere 33 bereits Würselen zugewiesene Asylbewerber in der ehemaligen Schule untergebracht. Die Stadt ist ständig bemüht, für diese und weitere Asylbewerber Wohnraum auf dem freien Markt zu finden und gegebenenfalls Häuser zu kaufen, was angesichts des Zinsniveaus im Vergleich zu Mietkosten eindeutig günstiger ist, wie Erster Beigeordneter Werner Birmanns sagte.

Wenn der Bund das Erstaufnahmeverfahren in der Tat anders und mit zentralen Einrichtungen regelt, könnte gegebenenfalls die Schule für die feste Unterbringung von Flüchtlingen umgebaut werden. Das wird derzeit untersucht. Zudem ist die Kommune im Gespräch mit dem Medizinischen Zentrum Würselen (MZ). Dabei geht es um eine mögliche Herrichtung und Nutzung des nicht mehr genutzten Schwesternwohnheims am Standort Bardenberg. Auch ein ehemaliger Baumarkt im Gewerbegebiet Am Kaninsberg ist im Fokus der Verwaltung.

Mit Blick auf die per Gesetz ab 1. November geltende Zuweisung von minderjährigen Asylbewerbern ohne Begleitung, die sich nach der jeweiligen Einwohnerzahl der Zielkommune richtet, müsste Würselen statistisch exakt 16,2 Kinder und Jugendliche aufnehmen, wie Herbert Zierden, Fachbereichsleiter unter anderem für soziale Angelegenheiten, sagte. Derzeit halten sich in Würselen bereits 17 solche Heranwachsende auf. Damit ist die Quote zunächst erfüllt. Aber Zierden sagte auch, dass mit der zu erwartenden wachsenden Zahl von Asylbewerbern der dieser Zuweisung zugrunde liegende Schlüssel nach oben korrigiert wird.

Das Thema „Gesundheitskarte für Flüchtlinge“ wurde nach Diskussion im Fachausschuss an den am Dienstag tagenden Stadtrat verwiesen. Zum einen sprach Markus Carduck (FDP) die auf Bundesebene thematisierte einheitliche Regelung an, die es erst mal abzuwarten gelte, um nicht Doppelarbeit zu leisten.

Zum anderen wurde deutlich, dass die Einführung einer solchen elektronischen Karte für Asylbewerber eine Verdreifachung der derzeit verbundenen Gebühren für die Kommune bewirke. Verwiesen wurde seitens Zierden darauf, dass derzeit ganze acht Kommunen in ganz NRW diese Karte einführen wollen. Alsdorf stehe zwar auf der Liste, prüfe dies allerdings erst noch.

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