Wohnpark nimmt nach langem Anlauf Form an

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
10759478.jpg
Das Gebäude kommt bald weg: Edgar Engert plant am Platz des alten Hauses Tribbels neues Wohnen in Setterich. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Gut Ding, sagt man, will Weile haben. Den Satz würde Edgar Engert wohl mehrfach unterstreichen. Denn eilig hat der Mann es nicht. Weil er Qualität liefern will, wie er sagt.

Zwar hatte der Unternehmer aus Setterich schon vor mehr als drei Jahren seine Pläne vorgestellt, dort unter anderem das alte Hotel Schönecker und die Gaststätte Haus Tribbels abzureißen, um an der Hauptstraße Platz für modernes, altersgerechtes Wohnen zu schaffen. Doch erst zum Jahresende rücken die Bagger an. Die Zeit dazwischen habe er gut genutzt.

Als seine Absicht erstmals öffentlich wurde, habe er sich vor Anfragen kaum retten können. „Man hätte denken können, dass wir hier in Düsseldorf sind, so scharf waren die Leute auf die angedachten Penthouse-Wohnungen“, erinnert er sich. Die Politik hatte schon signalisiert, die Pläne zu befürworten. Und Engert ist kein armer Mann. Die zehn Millionen Euro, die er damals wie heute in die Realisierung der mehrgeschossigen Wohngebäude investieren will, kann der Unternehmer, dessen Firma Retec im Gewerbegebiet ansässig ist, schultern. Er hätte also viel flotter loslegen können. „Aber ich habe doch keinen Druck“, sagt der 59-Jährige. So kam es, dass er sich die Zeit nahm, die Wünsche der Interessenten aufzunehmen, sie abzuwägen – und neu zu planen.

Ein Parkdeck hinter den vorderen Gebäuden an der Haupt- und Bahnstraße, wie es mal angedacht war, wird es nicht geben. Stattdessen eine Tiefgarage mit 25 Stellplätzen. Darüber sollen fünf einzelne Gebäude – von zweieinhalb- bis viergeschossig – entstehen, dazwischen viele Grünflächen. „Wir verlängern da im Grunde den Burgpark“, sagt Engert. So heißt das Projekt auch: Wohnen am Burgpark. Eine Achse führt von der Hauptstraße hinein in den eigentlichen Park. Barrierefrei werden die Gebäude sein. „Aber ein Altenheim wird das nicht, sondern ein Ort, an dem man sehr gut alt werden kann.“ Zehn Penthouse-Wohnungen soll es geben, dazu kleinere Wohnungen für Singles und viele Größen dazwischen. Gut 50 Wohneinheiten unterm Strich. Im vorderen Gebäude an der Hauptstraße schwebt ihm im Erdgeschoss und auf der ersten Etage gewerbliche Nutzung vor. Ein Frisör, ein Bäcker, Außengastronomie.

Bauzeit rund zwei Jahre

Ob er einzelne Wohnungen verkauft oder die Firma Retec als Verwalterin zur Vermieterin wird, ist noch nicht klar. Das will er noch abwägen. Zunächst mal will er was Gutes bauen für „sein“ Setterich. Als Jung‘ aus dem Dorf saß er früher als Fußballer oft im Vereinslokal Tribbels. Das steht schon lange leer. „Zeit für was Neues“, sagt Engert. Ende des Jahres soll der Abriss beginnen, auch den erledigt ein Unternehmer aus Setterich. „Hier hat sich viel Gutes getan“, sagt Engert. Und er will jetzt gern nachlegen. „In zwei Jahren“, sagt er, „kann das fertig sein.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert