Wohngebiet Kämpchenstraße: Jetzt können die Baukräne anrücken

Von: Beatrix Oprée
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Der symbolische Akt durfte nicht fehlen: (v.l.) S-immo-Geschäftsführer Dietmar Röhrig, Architekt Michael Heins, Bürgermeister Christoph von den Driesch und Sparkassen-Vorstand Dr. Christian Burmester griffen zur Schere. Foto: Beatrix Oprée
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Blick Richtung Südosten: Bis zur Kämpchenstraße erstreckt sich das Bauland, abgetrennt durch einen Grüngürtel. Quasi als Eckpunkte sind hier die Mehrfamilienhäuser geplant. Foto: Beatrix Oprée

Herzogenrath. Die dunklen Wolken über Kohlscheid während des gestrigen Festakts auf tiefem Brachland sollten keineswegs symbolhaft sein, denn die Vermarktung läuft längst vielversprechend: Die Baustraße ist feierlich eröffnet, auf dem ersten Bauabschnitt des insgesamt 37.000 Quadratmeter großen Areals an der Kämpchen-/Dornkaulstraße können ab jetzt schicke Eigenheime für junge Familien wachsen.

„Endlich ist es wahr geworden“, erinnerte Bürgermeister Christoph von den Driesch an einen langen Werdegang. Durch die entsprechenden politischen Beschlüsse auf den Weg gebracht worden war das Baugebiet schon vor rund dreieinhalb Jahren – befördert durch die sogenannte Positivkarte, das bergbauliche Gutachten des Ingenieurbüros Heitfeld-Schetelig, das weitere wohnbauliche Entwicklungen auf dem vom oberflächennahen Bergbau früherer Jahrhunderte geprägten Kohlscheider Untergrund endlich darstellbar machte. Erheblich älter ist der Flächennutzungsplan, der bereits 1999 ausgewiesen wurde.

Angegangen wurde das lang ersehnte Projekt in einer Kooperation der Stadt Herzogenrath und ihrer Grundstücksentwicklung Herzogenrath GmbH (GEG) mit der Sparkassen Immobilien GmbH (S-immo) und dem ortsansässigen Architekturbüro Heins. Bei einem hohen Grünflächenanteil sind Grundstücksgrößen von 270 bis 615 Quadratmeter vorgesehen. Zunächst 24 freistehende Häuser, 30 Doppelhaushälften und drei Mehrfamilienhäuser werden im ersten Bauabschnitt entstehen, zu unterschiedlichen Anteilen vermarktet durch die GEG respektive Heins Architekten.

5,3 Millionen Euro sind in Grundstückserwerb und Erschließung geflossen, die im November begonnen hatte. Baustraßenübergaben seien noch erfreulicher als erste Spatenstiche, konstatierte denn auch S-immo-Geschäftsführer Dietmar Röhrig, der den Blick schon hoffnungsfroh auf den zweiten Bauabschnitt richtete.

Doch für den gibt es noch kein grünes Licht seitens des Landesbetriebs Straßen NRW: Der Straßenbaulastträger der Roermonder Straße (L 232) hegt Bedenken mit Blick auf eine steigende Verkehrsbelastung durch ein weiter wachsendes Neubaugebiet. Bürgermeister von den Driesch spricht dazu klare Worte: „Wir wollen nichts anderes, als was der Flächennutzungsplan hergibt.“

Zwar sei mittlerweile das Gewerbegebiet Dornkaul entwickelt, doch Aixtron habe auch nicht mehr so viele Arbeitsplätze wie vorher. Das Verkehrsaufkommen durch ein Wohngebiet sei verkraftbar. Und: „Natürlich war es in den 90er Jahren eine Fehlentscheidung, die L 232 zurückzubauen.“ Doch mittlerweile sei dieses seinerzeit vom Land geförderte Projekt aus der Bindefrist heraus und es deswegen durchaus denkbar, dass Teile der Roermonder Straße „wieder angepackt“, will heißen der verkehrlichen Entwicklung angepasst, werden könnten.

Von den Driesch ergänzend: „Straßen NRW wird auch ein Problem haben, wenn die zur Entwicklung des Kohlscheider Zentrums unerlässliche Osttangente zum Tragen kommt. Wir müssen über die L 232 reden!“

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