Wohnen auf dem Vetrotex-Gelände: Ein Drittel schon vermarktet

Von: Markus Bienwald
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Die Erschließungsarbeiten am Neubaugebiet Dahlemer Straße in Ritzerfeld gehen weiter. Derzeit sind ein Drittel der zur Verfügung stehenden Grundstücke schon weg. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Noch während sich die Offiziellen den Staub von den Anzügen klopften, gingen die Erschließungsarbeiten am Neubaugebiet Dahlemer Straße in Ritzerfeld weiter. Die Straßenlaternen liegen schon bereit, Rohre werden bald ihren Platz unter Tage einnehmen, um die neuen Häuser zu versorgen. Doch zunächst staubte es wegen der andauernden sommerlichen Temperaturen ganz ordentlich.

Sehr viel Staub aufgewirbelt hatte seinerzeit auch der Beschluss der Firma Vetrotex, ihren Sitz in Roda aufzugeben, wie Bürgermeister Christoph von den Driesch anlässlich der Vorstellung des Baugebietes rückblickend berichtete. 70 Jahre war der Betrieb vor Ort, „und wir wollten keine Industriebrache haben“, wie der Erste Bürger klarmachte. Ein zentrumsnahes, doch ruhiges Wohngebiet sollte einerseits her, kombiniert mit einer Fläche für handwerksnahe Betriebe in Richtung Bicherouxstraße. „Denn der Bedarf ist groß“, sagte von den Driesch weiter, „und schließlich wollen wir dem Trend sinkender Einwohnerzahlen entgegenwirken“.

Ein paar einstimmig vom Rat gefällte Beschlüsse später stand der Umwandlung der früheren Industriefläche in eine neu gestaltete Fläche für Gewerbe und Wohnen nichts mehr im Wege. Während die laut Verwaltungschef aus dem „innovativen Handwerk“ kommenden Betriebe künftig von der Bicherouxstraße aus ihre Betriebe anfahren werden, können die künftigen Einwohner Herzogenraths etwas oberhalb gelegen auf einem bis zu elf Meter über dem ehemaligen Firmengelände aufgeschütteten Plateau niveaugleich mit der jetzigen Dahlemer Straße ihre Grundstücke zum Heim werden lassen. 38 Grundstücke für insgesamt 24 freistehende Ein- und 14 Zweifamilienhäuser auf Grundstücksflächen zwischen 299 und 1020 Quadratmetern werden hier entstehen.

Eine Erschließungsstraße mit einer weiteren Stichstraße, beide als Sackgassen mit müllfahrzeugtauglichem Wendehammer ausgestattet, zweigen dann von der Dahlemer Straße aus ab. „Die Erschließungsarbeiten werden voraussichtlich Ende September abgeschlossen“, ließ Geschäftsführer Johannes Jansen von der Firma BauConcept im Firmenverbund der Frauenrath-Baugruppe wissen. Eine neue Häuserreihe gegenüber den bestehenden Bauten wird die Dahlemer Straße dann säumen, während sich die weiteren Grundstücke auf der übrigen Fläche des Neubauplateaus ansiedeln.

Die Vermarktung durch s-immo läuft gut, wie deren Geschäftsführer Franz Jansen wissen ließ: „Derzeit sind ein Drittel der zur Verfügung stehenden Grundstücke schon weg.“ Und das, obwohl die endgültigen Grundstückslagen und -abgrenzungen noch gar nicht vorgenommen wurden. Frühester Baubeginn für die ein- bis zweigeschossigen Häuser der Neubürger, die sich nach Auskunft des Vermarkters nicht nur aus Herzogenrathern, sondern auch vielen Interessenten aus der Städteregion rekrutieren, könnte dann Anfang Oktober sein.

Bis dahin wird noch viel Staub aufgewirbelt, auch ein Stück tiefer auf dem künftig für handwerkliches Gewerbe vorgesehenen Terrain. Durch die Nähe zum neuen und eingesessenen Wohngebiet an der Dahlemer Straße muss dort mittels Lärmkontigentierung wohngebietsverträglich geplant werden. „Laute“ Betriebe wurden seitens der Planer im Vorfeld bereits grundsätzlich ausgeschlossen, auf Betriebe mit Nachtarbeit soll ebenfalls verzichtet werden, um auf dem ehemaligen Industriegelände eine günstige Verbindung von Wohnen und Arbeiten zu erreichen.

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