Wohin mit großen Mengen Herbstlaub und Grünschnitt?

Von: Verena Müller
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Buntes Herbstlaub auf den Straßen und Wegen: ein schöner Anblick, aber auch mit Arbeit und Kosten verbunden. Nicht nur für die jeweilige Kommune. Foto: Verena Müller

Nordkreis. Ist das schön! Wohin man auch schaut: buntes Herbstlaub, das der Wind sanft auf den Boden segeln lässt. Herrlich, wie das unter den Schuhsohlen raschelt! Aber so schön der Herbst auch sein kann, nicht jeder freut sich, denn die Blätter wollen schließlich auch entsorgt werden.

Auf öffentlichen Plätzen macht das die Stadt, aber vor der eigenen Haustür muss der Eigentümer den Gehweg selbst fegen, egal, ob die Blätter von Bäumen des eigenen Grundstücks stammen oder von solchen, die auf öffentlichem Boden stehen. Und wohin damit?

Erste Option: Die Biotonne. Ist die schon voll, bietet die Regioentsorgung im Herbst 120-Liter-Laubsäcke zum Preis von 50 Cent an, die man bei der Regioentsorgung selbst (Mariadorfer Straße 4 in Eschweiler) oder zum Beispiel in den Rathäusern abholen kann. Die Säcke, auch Grünschnitt, werden zu festen Terminen direkt vor der Haustür abgeholt. Wer in Alsdorf für eine Baumscheibe, also ein Stück öffentliches Grün mit Baum, eine Patenschaft übernommen hat, erhält die Laubsäcke übrigens kostenlos.

Wann die Laubsäcke abgeholt werden, darüber gibt der Abfallkalender Auskunft. Wer ihn verlegt hat, kann im Internet auf der Seite der Regioentsorgung nachschauen oder sich einen neuen Kalender im Rathaus abholen. In Alsdorf liegt er auch beim Eigenbetrieb Technische Dienste an der Carl-Zeiss-Straße 20 bereit. Auskünfte werden hier unter Telefon 02404/5545016 oder bei der Regioentsorgung unter Telefon 02403/5550666 erteilt.

„Darüber hinaus haben wir zwischen April und November in Alsdorf Grünschnittcontainer aufgestellt“, sagt der Leiter des Alsdorfer Eigenbetriebs, Stephan Maaßen. Die Entsorgung des Grüns ist kostenlos – im Gegensatz zur Abgabe bei manchen Recyclinghöfen wie in Warden, wo die Tonne netto 50 Euro kostet – und wird beaufsichtigt, damit auch wirklich nur das in den Container gelangt, was reingehört. Laub oder Grünschnitt, ob vom Gehweg oder aus dem Garten, das spielt keine Rolle.

Reine Laubkisten stehen in Würselen bereit. Dieses Modell war in Alsdorf gescheitert. 61 sind es an der Zahl. Bei der Summe kann man schon erahnen, dass eine „Bewachung“ kaum personell zu leisten ist. „An den Kisten hängen Schilder, die darauf hinweisen, dass ausschließlich Laub von Straßenbäumen in die Box gehört“, erläutert Arnd Stolten, stellvertretender Leiter der Kommunalen Dienstleistungsbetriebe Würselen. „Finden wir darin Gartenabfälle oder anderen Müll, werden die Kisten konsequent eingezogen und woanders aufgestellt“, erklärt Stolten weiter. Die einzelnen Standorte sind im Netz unter www.kdw-wuerselen.info zu finden, telefonisch ist der Betrieb unter Telefon 02405/413310 zu erreichen.

Herzogenrath war die erste Nordkreis-Kommune, die diese Kisten aufgestellt hat. Zwischen September und Mitte Dezember stehen die Boxen, inzwischen sind es 80. Von Anfang an wurden sie gut angenommen.

Ähnlich wie in Würselen gilt: Wo etwas anderes als Laub in den Kisten landet, wird die Kiste eingezogen. Und nicht an anderer Stelle wieder aufgebaut. Zwischen ein- und dreimal wöchentlich werden die Laubkisten geleert, ein Mitarbeiter des Bauhofs fährt die Standorte mit einem Laubsauger-Anhänger ab.

Der übrige Grünschnitt – und nebenbei bemerkt auch anderer Müll wie Elektroschrott oder Sperrgut – kann kostenlos am Wertstoffhof der Stadt Herzogenrath an der Eygelshovener Straße 69a abgegeben werden.

In Baesweiler als einziger Nordkreis-Kommune gibt es weder Grünschnittcontainer noch Laubkisten. Bürger können stattdessen zu festen Terminen, die im Abfallkalender vermerkt sind, ihr Laub und ihren Grünschnitt „am besten in offenen Behältern“, wie der Technische Beigeordnete Peter Strauch sagt, an die Straße stellen. Laubsäcke kann außerdem jeder, der einen Restabfalleimer hat, bei der Stadt, an den Stellen, wo es auch Gelbe Säcke gibt oder bei der Regioentsorgung zum Preis von einem Euro kaufen. Abholung alle zwei Wochen.

„Für uns als Stadt am einfachsten ist es, wenn Bürger direkt zum zentralen Recyclinghof an der Beggendorfer Straße fahren“, sagt Strauch weiter. Die Abgabe ist kostenlos. Und natürlich kann man auch hier einfach den Weg zur Biotonne nehmen – wenn da noch Platz ist.

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