Würselen - „Wöschelter Düvel“: Ehrenamtler genießen Lob und Kultur

„Wöschelter Düvel“: Ehrenamtler genießen Lob und Kultur

Von: ehg
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Mit der Ehrenmedaille „Wöschelter Düvel“ wurden ausgezeichnet: Hildegard Hüring (vorne links) und Dagmar Thorand (vorne rechts), sowie Ernst Offermanns, Ralf Kever und Dr. Bruno Weyer (oben ab 2.v.links). Die Ehrung nahm Bürgermeister - Arno Nelles (mit Amtskette) zusammen mit dem 1. stellv. Bürgermeister Winfried Hahn (li.) und 2. stellv. Bürgermeister Hans-Josef Bülles (re) vor. Foto: Wolfgang Sevenich
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Im Rahmenprogramm glänzten HGG-Schüler mit Musicalszenen und Tänzerinnen des KTC Alsdorf. Foto: Wolfgang Sevenich
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Im Rahmenprogramm glänzten HGG-Schüler mit Musicalszenen und Tänzerinnen des KTC Alsdorf. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Seit zwölf Jahren ist der Ehrenamtsabend fester Bestandteil des Würselener Veranstaltungskalenders. Ihn zum sechsten Male mit vielen Ehrenamtlern der Stadt auf der Burg Wilhelmstein begehen zu dürfen – das war Bürgermeister Arno Nelles eine große Ehre.

Er sprach mit der Ehrenmedaille „Wöschelter Düvel“ auf Beschluss des Rates der Stadt vielen zu Ehrenden Dank für ihr gesellschaftliches Engagement aus. Und dieser Dank galt allen, die sich in der Stadt ehrenamtlich engagieren.

Dass die Situation des Ehrenamtes in den vergangenen Jahren nicht einfacher geworden sei, darauf lenkte er seinen kritischen Blick. Verantwortung und Erwartungen an die Beteiligten seien größer geworden. Nelles räumte ein, dass Städte und Kommunen immer weniger dazu in der Lage seien, dem Ehrenamt Voraussetzungen zu bieten, die ein Engagement überhaupt erst möglich machen.

„Doch während viele bereit sind, professionelle Angebote zu kostendeckenden Preisen in Anspruch zu nehmen, wird über beinahe symbolische Vereinsbeiträge gemeckert.“ Von den kommunalen Deckungsbeiträgen wollte der Bürgermeister nicht reden. Außer Acht gelassen werde, „dass Vereine nicht nur Kochkurse bieten, sportliches Training ermöglichen und Wettbewerbe aller Art durchführen“. Und weiter: „Unsere Vereine leisten mit ihren ungezählten Ehrenamtlern einen gar nicht hoch genug einzuschätzenden Beitrag zum gesellschaftlichen Leben.“

In Zukunft werde man sich noch stärker darüber austauschen müssen, „wie wir trotz sich wandelnder Gesellschaft und geänderter Rahmenbedingungen gemeinsam zur Aufrechterhaltung unserer unschätzbaren Werte beitragen können.“

20 Trommler legen los

Die Gäste konnten viel Kultur erleben, die ebenfalls als Dankeschön galt. Nachdem die 20-köpfige Trommlergruppe „Kankouran“ der Realschule Würselen unter der Leitung von Ursula Kranhold mit afrikanischen Rhythmen und eine HipHop-Gruppe unter den Trainern „Beckz & Mirade“ den Boden bereitet hatten, waltete Bürgermeister Arno Nelles, assistiert von seinen Stellvertretern Winfried Hahn und Hans-Josef Bülles, seines Amtes und ehrte drei Einzelpersonen und zwei Gruppierungen.

Nachdem sie im Small-Talk mit Pressesprecher Bernd Schaffrath, der den Ehrenamtsabend moderierte, über ihr gesellschaftliches Engagement geplaudert hatten, nahm zunächst der Vizepräsident der KG „Au Ülle“, Ralf Kever, die Ehrenmedaille entgegen. Seit 1989 gehört er der Gesellschaft an. Über 20 Jahre wirkte er bislang im geschäftsführenden Vorstand. Besonders engagiert er sich in der redaktionellen Bearbeitung der stets ansehnlichen Sessionshefte seiner Gesellschaft.

Es folgte Ernst Offermanns, der dem Film- und Fotoclub Bardenberg seit 1973 angehört. Seit 1977 bekleidet er das Amt des Vorsitzenden. Die Dritte im Bunde war Dagmar Thorand, die auf Vorschlag des Städtischen Gymnasiums die Ehrenmedaille erhielt. Sie gründete dessen Mensaverein und den der Realschule. Und sie hat es geschafft, dass sich neben ihr weitere 80 Personen im Verein engagieren. Ehrenamtlich verwaltete sie beiden Schulmensen.

Gelebte Willkommenskultur

Zu den beiden Gruppen: Der Arbeitskreis Asyl wurde aufgrund seiner besonderen Verdienste um das Allgemeinwohl ausgezeichnet. Er kümmert sich um die Menschen vor Ort. Er lebt eine Willkommenskultur, die es den aus ihrer Heimat Geflohenen möglich macht, „sich bei uns wohl, beschützt und angenommen zu fühlen“, würdigte Nelles das soziale Wirken dieses Arbeitskreises. „Sie sind Brückenbauer zwischen Menschen verschiedenster Kulturen.“ Die Ehrenmedaille nahm stellvertretend Hildegard Hüring entgegen.

Auch der Heimat- und Geschichtsverein Euchen durfte wegen seiner vielfältigen Aktivitäten im Ort den „Wöschelter Düvel“ entgegen nehmen. Der Verein sammelt ortsgeschichtliche Gegebenheiten der vergangenen Jahrhunderte bis in die Neuzeit und veröffentlicht sie. Das Engagement um die Geschichte des Ortsteils und den Ortsteil Euchen sei vorbildlich, überreichte der Bürger meister Geschäftsführer Dr. Bruno Weyers die Auszeichnung. Alle Geehrten trugen sich in das Goldene Buch der Stadt ein.

Szenen aus „Robin Hood“

Zur Gestaltung des Programms trugen fernerhin noch bei: Lisa Hanf, Gina Dobbrunz und Lena Augustiniak vom KTC Alsdorfer Tänzer, Schüler und Schülerinnen des Heilig-Geist-Gymnasium mit Auszügen aus dem Musical „Robin Hood“, die Jugendmarie der KG „Au Ülle“, Marie Malin Klinkenberg, und die Wöschelter Prinzen, die den Schlussakkord mit heimatlichen Liedern setzten.

Nicht nur den Akteuren auf der Bühne, sondern auch denen hinter dem Vorhang sagte der Bürgermeister herzlich für ihren Einsatz Dank.

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